Abtauchen in Geras Schatzkammern
Die Akteure der städtischen Museen der Stadt Gera laden zur Museumsnacht ein: Dr. Claudia Schönjahn (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Otto-Dix-Haus), Astrid Lindinger (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstsammlung), Kulturamtsleiter Felix Eckerle, Konrad Kessler (Museumsleiter Stadtmuseum), Anne-Kathrin Segler (Leiterin Museum für Angewandte Kunst) und Dr. Andreas Gerth (Leiter Museum für Naturkunde) Foto: Wolfgang Hesse
Von Wolfgang Hesse
Gera (NG). Bereits zum 26. Mal laden die Museen der Stadt unter Leitung des Kulturamtes Gera zur Museumsnacht ein. „Die Entscheidung diese Nacht auf einen Samstag zu verlegen und bereits 15 Uhr zu beginnen, wurde gut angenommen", weiß Felix Eckerle, der Chef des Kulturamtes der Stadt. „Mehr Gäste und ein breiteres Publikum, insbesondere an Jugendlichen und Familien konnten wir verzeichnen." Die Angebote wurden auch in diesem Jahr so gestaltet, dass für jedes Alter und jeden Geschmack etwas dabei ist.
In der Orangerie wird es neben der großen Dix-Werkschau „Trau deinen Augen" eine kreative Künstlerinnen-Ausstellung geben. Erstmals werden dabei Führungen in Gebärdensprache angeboten.
Um 15 Uhr zur zentralen Eröffnung mit Oberbürgermeister Kurt Dannenberg und Kulturamtsleiter Felix Eckerle sind einige Neuerwerbungen der Geraer Kunstsammlungen erstmals öffentlich zu sehen. Mehr wurde bisher nicht verraten.
Im Geraer Stadtmuseum gibt es viel zum Staunen und Mitmachen. Es gibt Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Das bedeutet Krieg". Comic-Autorin Olivia Vieweg, die gerade im Erdgeschoss ausstellt, lädt zum Workshop ein. Ein „Tante-Emma-Laden" erinnert an die Zeit, als es die HO und den Konsum noch gab. Eine Wein- und Sektbar im Museum lädt zum Verweilen ein. Höhepunkt ist aber die Modenschau um 20 Uhr auf der Außentreppe. Diesmal präsentieren sich berühmte Feldherren und die Damen der besseren Gesellschaft in ihren jeweiligen Kostümen.
Passend zur Ausstellung „Giganten der Eiszeit" im Naturkundemuseum präsentiert das Partnermuseum aus Chemnitz ein echtes Horn eines Wollhaarnashorns. Wer möchte, kann Tierfährten aus Gips basteln, Edelsteine schürfen oder einer Greifvögelschau beiwohnen.
Im MAK in der Greizer Straße geht es vorrangig um die Bücherkunst. Führungen durch die Sonderausstellung über die Arbeit von Kurt Löb stehen auf dem Programm. Selbst einmal Buchkunst erschaffen lässt sich zusammen mit dem Virtuosen und Schmierfinken e.V. ausprobieren. Die selbst kreierten Leporello oder Buchcover dürfen Groß und Klein mit nach Hause nehmen.
Wie im vergangenen Jahr öffnet auch das Kultur- und Kongresszentrum seine Türen. Geplant sind Führungen zur Skulpturenwand „Lied des Lebens", über die Zukunft des KuK´s und ein Blick hinter die Kulissen. Geöffnet sind weiterhin das Bundesarchiv für Stasiunterlagen, die Häselburg, die Gedenkstätte Amthordurchgang, das Eb Dietzsch-Archiv in der Heinrichstraße mit Landschaftsdarstellungen und die Collagenausstellung „Heterotopische Gesänge" im Kunstverein.
Ein Shuttleverkehr verbindet die Standorte miteinander. In diesem Jahre sind drei Busse unterwegs, die für kürzere Wartezeiten sorgen. Eine Station ist das Haus Schulenburg. Hier wird um 17 Uhr der Friedenspfahl anlässlich der 12. Geraer Höhlerbiennale eingeweiht.
Ein musikalisches Programm an mehreren Orten begleitet die Museumsnacht 2025. Mit dabei die Musikschule Heinrich-Schütz (KuK), Ralf Dietzsch (Mohrenplatz), der Chor des Handwerks (Orangerie), The Blue Stixx (Stadtmuseum), Ensemble En passant (MAK) und zum Abschluss ab 22 Uhr das Ensemble für Alte Musik „Sospiratem" aus Leipzig mit einem Konzert zu 500 Jahre Bauernkrieg.
Die Eintrittsbändchen gibt es im Vorverkauf an allen Museumskassen und in der Gera-Information zu 15 Euro (Erwachsene), 8 Euro (Ermäßigte) sowie für 25 Euro die Familienkarte.
Es wird zudem eine Abendkasse an allen Museumskassen, im KuK und im Haus Schulenberg zu etwas höheren Preisen geben.
Das komplette Programm steht unter: www.gera.de/event/museumsnacht auf dem dort verlinkten Flyer.
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