Authentische Kriminalfälle

Hans Thiers (links) und sein Verleger Michael Kirchschlager am 30.Oktober 2025 in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera zum 30. Jubiläum des Verlages. Foto: Wolfgang Hesse

Erschienen am 30.03.2026| Jahrgang: NG 7/26

Von Wolfgang Hesse

Gera (NG). Es begann im Jahr 2012, als Hans Thiers sein Wissen über die Tötungsverbrechen im ehemaligen Bezirk Gera bis 1989 seinem Verleger vorstellt. „Michael Kirchschlager zeigte sich begeistert und so setzte ich mich hin, kramte in meinen Erinnerungen, recherchierte und schrieb somit mein erstes Fachbuch", berichtet Hans Thiers aus den Anfängen seiner Autorentätigkeit. „Mordfälle im Bezirk Gera" erschien am 24. August 2014 und damit nahm die Bekanntheit des ehemaligen Leiters einer Morduntersuchungskommission seinen Weg. Thiers arbeitete von 1973 bis 1990 bei der MUK des Bezirkes Geras. Von 1980 bis 1990 war er deren Leiter. Die erste Auflage in Höhe von 1.500 Stück war binnen 14 Tage ausverkauft. Heute ist dieses Bestseller-Sachbuch bereits in der achten Auflage erschienen. Mittlerweile hat er seine Tatsachenberichte in sechs Büchern veröffentlicht.
Warum ziehen diese alten Geschichten immer noch in ihren Bann?
Hans Thiers ist seit seinem ersten Band unterwegs und zieht mit seinen Lesungen und Vorträgen immer noch die Menschen an. „Die Nachfrage war bereits 2014 so groß, dass es eine Fortsetzung geben musste. Binnen acht Monaten erschien dann der Band „Mordfälle im Bezirk Gera II" und schließlich noch ein dritter Band", erinnert sich Hans Thiers. „Immer wieder treffe ich Besucher, die sich an diese tatsächlichen Verbrechen aus meinen Büchern erinnern", so Thiers. Einige berichten ihm aus eigenem Erleben, wie sie von den Taten erfuhren und oft untersetzen diese Informationen seine Erinnerungen.
Tötungsverbrechen faszinierten schon seit Jahrhunderten in der Literatur. Oft fiktiv oder tatsächlich passiert, gehören sie zu den spannendsten Anziehungspunkte in Romanen, Erzählungen und Filmen. Besonders jedoch reale Geschichten sorgten schon immer für hohes Interesse. Daher, so der Autor, seien seine Vorträge gut besucht und des Öfteren ausverkauft. Mittlerweile seien es rund 1.000 Veranstaltungen gewesen, in denen er über seine zumeist aufgeklärten Mordfälle berichtete. Das Interesse geht weit über Gera und Umgebung hinaus. „Immer wieder erhalte ich Anfragen von Fernsehteams, die für TV-Sendungen Beiträge zu den Geraer Mordfällen drehen möchten. Aktuell gibt es Interesse vom ZDF und eine Serie für den MDR ist in Planung", berichtet Hans Thiers.
Mit Bus, Straßenbahn und per Pedes durch das mörderische Gera
Das Interesse an seinen Kriminalfällen ist ungebrochen. Viele, die Thiers´ Bücher kennen oder bereits Vorträge erlebten, kämen immer wieder. Daher erfreuen sich die Touren zu den authentischen Plätzen der Stadt bis heute hoher Nachfrage.
In Verbindung mit einem „Krimi-Kaffeetrinken" oder einem „Krimischmaus" lädt Hans Thiers zu Fahrten mit einer historischen Straßenbahn bzw. mit einem Kult-Bus von Typ Robur ein. Besonders die Busfahrt führt zu den Orten des Grauens.
Sehr hoch ist auch die Nachfrage nach den Krimi-Touren durch Untermhaus. Gemeinsam mit Gästeführer Ulrich Braumann begibt sich Hans Thiers auf die Krimi-Kultur-Tour (KKT). Architektur und Geschichte Geras treffen dabei auf grausame Tötungsverbrechen. Diese Tour ist auch ohne „Kultur" in der Gera-Information buchbar.
Neu dazugekommen ist ein Krimi-Dinner im Restaurant Zwergschlösschen. Vor dem Schmaus berichtet der Kriminalist a.D. über seine Aufklärungsarbeit. Fotos von den Tätern, Vernehmungsprotokolle und Tatortortbeschreibungen untermauern mittels einer Bildschirmpräsentation die authentischen Berichte von Hans Thiers.

Krimi-Straßenbahn- und Bustouren Restaurant Merci: Tel. (0365) 7103370
Krimi-Dinner Zwergschlösschen: 23.04, 04.06. 08.10, 26.10. jeweils 18 Uhr Tel. (0365) 22503
Krimi-Stadt-Touren (mit und ohne Kultur) bei der Gera-Information

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