Wirtschaft

Berufliche Orientierung in Schulen

Ostthüringer Schulen setzen bei der Vorbereitung der Berufswahl ihrer Schüler immer mehr auf die Praxiskoordinatoren der IHK und Handwerksammer wie hier in der Staatl. Gemeinschaftsschule „An der Trießnitz“ Jena. V.l.n.r. IHK-Praxiskoordinator Jens Ludwig, Schulleiter Norbert Beckert, BO-Lehrer Lars Rauscher und Anett Svoboda. Den Schülern Lina Fuchs und Oskar Knoll hilft die Beratung für ihre Berufsorientierung weiter. Foto: IHK

Erschienen am 12.06.2024| Jahrgang: NG 12/24

Gera (NG). Die drei Ostthüringer Praxiskoordinatoren von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) arbeiten derzeit mit 24 Schulen zusammen und haben seit 2021 branchenübergreifend 334 Unternehmen mit ca. 900 Plätzen zur sogenannten Berufsfelderprobung gewonnen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) und BMBF und ist für Schulen und Unternehmen kostenfrei.
Für mehr praktische Erfahrungen gehen die Praxiskoordinatoren in die Schulen, sprechen mit Schülern über ihre Berufswünsche und vermitteln Kontakte zu Ausbildungs- und Praktikumsunternehmen der Region. Das Erproben sollte unbedingt in einem Ausbildungsbetrieb stattfinden und die Qualität der schulischen Praktika abgesichert sein, darauf achten die Praxiskoordinatoren besonders.
„Kaffee kochen oder kopieren gehören nicht dazu", sagt Jens Ludwig, einer der beiden Praxiskoordinatoren der IHK Ostthüringen. Die Berufsfelderprobung ist daher die Chance für Schüler, sich gezielt in verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren und für Ausbildungsbetriebe künftige Azubis kennenzulernen.
„Schüler haben oft keine konkrete Vorstellung über ihre berufliche Zukunft. Wir zeigen ihnen, welche Ausbildungsberufe zu ihren Wünschen passen. Oft können wir auch gleich Kontakte zu Unternehmen in der Region vermitteln. So können die Schüler gleich die Pflichtpraktika in der 9. und 10. Klasse nutzen, um ihren Wunschberuf auszuprobieren. Auch die branchenübergreifende Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer habe sich bewährt", sagt Jens Ludwig.
Lars Rauscher, Berufsorientierungslehrer an der Staatlichen Gemeinschaftsschule „An der Trießnitz" in Jena ist froh über die Unterstützung in Sachen Berufsberatung: „Die Erfahrung der letzten Jahre hat uns gezeigt, wie schwer es den Schülern fällt, sich für passende bzw. adäquate Berufspraktika zu entscheiden. Durch die Zusammenarbeit mit den Praxiskoordinatoren konnte unseren Schülern der 9. und aktuell schon der 8. Klasse die Suche nach und das Finden von Praktikumsplätzen deutlich erleichtert werden."
Den Schülern falle es so leichter, den ersten Schritt zu gehen und sich bei den jeweiligen Unternehmen zu melden. „Auch wenn nicht alle dieses Angebot nutzen, werden wir die Zusammenarbeit mit den Praxiskoordinatoren fortsetzen. Wir sehen für unsere Schüler einen deutlichen Mehrwert, um die wichtigen Praxiserfahrungen zu sammeln und sich anschließend für oder auch gegen einen Beruf zu entscheiden", so Rauscher.
Schulen, die diese wertvolle Unterstützung der Praxiskoordinatoren in Anspruch nehmen möchten, können sich direkt an den regionalen Ansprechpartner wenden. Für die Regionen Gera und Altenburger Land ist das Maik Schindler in der IHK Ostthüringen, Tel.: (0365) 8553-423, E-Mail schindler@gera.ihk.de.

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