Wirtschaft

Beste Lehrlinge als Junggesellen anerkannt

Hier gratuliert Thüringens Bauernverbandspräsident Dr. Klaus Wagner dem frischgebackenen Junggesellen Nils Uhlemann. Foto: Erika Baumann

Erschienen am 16.03.2026| Jahrgang: NG 6/26

Von Erika Baumann

Gera (NG). Ein großer Tag für 45 Land- und Baumaschinenmechatroniker aus ganz Thüringen, darunter zwei junge Frauen: In feierlichem Rahmen in der modernen Bildungsstätte Gera-Aga der Handwerkskammer Ostthüringen wurden sie durch die LandBau Technik Landesinnung nach guter alter Tradition freigesprochen und in ihr Berufsleben entlassen. Eltern und Ausbilder hatten sie zur Feier begleitet.
Besonders positiv war, dass sechs Lehrlinge ihre Gesellenprüfung durch hervorragende Leistungen vorzeitig erfolgreich ablegten. Dazu gehörte auch Nils Uhlemann vom Schmöllner Unternehmen New Tec Ost Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik mbH. Fünf Lehrlinge brachen ihre Ausbildung ab, drei bestanden die Prüfungen nicht, wollen sie zeitnah nachholen. 32 Unternehmen aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hatten Lehrlinge angemeldet.
Welch große Bedeutung die Gesellenfreisprechung für die Branche hat, davon spricht auch die Liste der Ehrengäste, die zur feierlichen Veranstaltung gekommen waren. Ein herzliches Willkommen galt Mario Suckert, Thüringer Staatssekretär für Wirtschaft, Landwirtschaft und ländlichen Raum, Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer des LandBau Technik Bundesverbandes, Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes und Landesinnungsmeister Torsten Juch. Sie gratulierten den frischgebackenen Junggesellen zu ihrem Erfolg und dankten allen an der Ausbildung Beteiligten in herzlichen Worten. An die jungen Leute gewandt, hoben sie hervor, dass die Absolventen gezeigt hätten, was ihre vielgestaltige Branche so stark macht. Das seien technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Ausdauer und Mut, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.
Heute seien Land- und Baumaschinen Hightech auf dem Feld, auf der Baustelle oder im kommunalen Einsatz. Ohne das Können und den Einsatz der Fachleute gebe es keine funktionierende Landwirtschaft. Die Herausforderungen seien groß. Es gehe um Digitalisierung, Automatisierung, Robotik und KI. Deshalb gelte es, so wurde betont, nun nach der Grundausbildung mutig zu sein, sich weiterzubilden und die großartigen Perspektiven zu nutzen, die das Handwerk bietet. Auch die Bildungsstätte Gera-Aga eröffnet den Junggesellen die Chance, die Meisterfortbildung zu absolvieren.
Als einen weiteren Höhepunkt der Gesellenfreisprechung erlebten die jungen Leute die Auszeichnung der Bildungsstätte Gera-Aga als auditierte Schulungsstätte für die Meisterschule der Land und Baumaschinenmechatroniker durch den Bundesverband. Für die Handwerkskammer Ostthüringen nahm die Urkunde Präsident Wolfgang Jacob entgegen. Damit gehört die Bildungsstätte zu ausgewählten Einrichtungen Deutschlands, die die anspruchsvollen Qualitätsstandards des Verbandes erfüllen. „Nachdem wir in der Bildungsstätte bereits seit vielen Jahren die überbetriebliche Ausbildung für alle künftigen Land- und Baumaschinenmechatroniker aus ganz Thüringen in hoher Qualität sicherstellen, haben wir nun auch die Möglichkeit, Meisterkurse mit entsprechender Auditierung durchzuführen", freut sich der Ostthüringer Handwerkskammer-Präsident.

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