Sport

Braunichswalder Trabis erobern Lausitzring

Das BW Racing Team aus Braunichswalde landet bei den „660 Minuten vom Lausitzring“ mit seinen beiden Trabis auf den Plätzen eins und vier. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 08.07.2026| Jahrgang: NG 14/26

Von Jens Lohse

Braunichswalde (NG). Nachdem es im Vorjahr für das BW Racing Team beim 11-Stunden-Rennen auf dem Lausitzring noch nicht fürs Siegerpodest gereicht hatte, weil die Braunichswalder mit ihrem Trabant in Führung liegend unverschuldet von der Strecke geschossen wurden und ausschieden, vollbrachte das erst neu gegründete Team nun sein Meisterstück.
Hatte man damals nur einen Trabi im Wettbewerb, waren die Ostthüringer ein Jahr später mit zwei Fahrzeugen unterwegs. „Unseren zweiten Trabi haben wir aus Frankfurt/Main praktisch wieder zurückgeführt", verriet Teamchef Falko Plecher lächelnd. Mit einem orangen und einem roten Auto ging es auf die Strecke. „Mit viel Einsatz und Leidenschaft haben wir die Trabis rennstreckentauglich gemacht, um uns der ultimativen Herausforderung zu stellen. Unser Ziel? Nicht nur dabei sein, sondern zeigen, dass uns Teamgeist, Durchhaltevermögen und die richtige Technik nach vorne bringen", erklärte der Vereinsvorsitzende Andy Seiler im Rückblick auf die „660 Minuten vom Lausitzring".
53 Fahrzeuge waren am Start. Nach der technischen Abnahme samt Leistungsprüfung am Vortag wurden die Startplätze ausgelost, wobei das BW Racing Team früh um 8 Uhr auf den Positionen 9 und 42 beginnen musste. Zwei Fahrer gehörten zu jedem Fahrzeug und wechselten sich aller zwei Stunden ab.
Dann mussten die Trabis, die maximal über 32 PS verfügen durften und vollgetankt 560 Kilo wogen, sowieso zum Tanken in die Boxengasse. Bei Spitzengeschwindigkeiten von 118 km/h und einem Durchschnittsspeed von 98 km/h übernahm das orange Auto der Braunichswalder, das von Sebastian Plecher und Maik Sparschuh gelenkt wurde, schnell die Führung. Den roten Trabi steuerten Alexander Feistel und Matthias Hölzel.
Ungeschoren kam niemand davon. Das sich bis auf Rang vier schiebende rote Fahrzeug verlor auf der Strecke seine Frontlippe. „Auch sonst kam es zum einen oder anderen Lackaustausch. Kampfspuren gehören bei einem solchen Rennen eben dazu. Es muss aber alles im Rahmen bleiben", berichtete Alexander Feistel, der nach den elf Stunden total fertig war. Das orange Fahrzeug fuhr trotz einer Zwei-Minuten.-Strafe wegen einer ungenügend beachteten gelben Flagge den umjubelten Tagessieg ein.
„Vor drei Jahren sind wir zum ersten Mal zu den ´660 Minuten vom Lausitzring' gefahren und haben uns das Rennen angeschaut. Wir waren sofort begeistert und haben mit den Veranstaltern Kontakt aufgenommen. Im November 2024 haben wir dann unseren Verein gegründet, der inzwischen von sieben auf knapp 40 Mitglieder angewachsen ist. Sponsoren sind bei uns immer gern gesehen. Wir fahren und basteln aus Leidenschaft und dem Spaß an der Freude", erzählte Falko Plecher, der für dieses Jahr noch einen Höhepunkt vor Augen hat.
Am 17. Oktober soll auf dem Sachsenring ein weiteres Trabi-Rennen dieser Art ausgetragen werden. Momentan liegen die Anmeldungen von knapp 30 Fahrzeugen vor. Weitere interessierte Teams sind willkommen und könnten sich beim BW Racing-Teamchef Falko Plecher telefonisch unter 0176-21543871 oder per E-Mail f.plecher@t-online.de melden.

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