Bürgerinitiative „Gegenwind Gera“
Am 13. Juli wurde in Aga die Bürgerinitiative „Gegenwind Gera“ gegründet. Foto: Bürgerinitiative
Gera (NG). Am 13. Juli fand im Ortsteil Aga die erste Informationsveranstaltung zur Gründung der Bürgerinitiative „Gegenwind Gera" statt. Rund 70 interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil, die sich kritisch mit den geplanten Windkraftprojekten in der Region auseinandersetzte.
Ziel der neuen Bürgerinitiative ist es, über mögliche Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Umwelt, Gesundheit, Landschaftsbild und Lebensqualität aufzuklären sowie den Dialog mit Politik und Verwaltung zu suchen. Die Initiative versteht sich als überparteiliche Plattform für Bürgerbeteiligung und kritische Meinungsäußerung zur Energiepolitik vor Ort.
Zu den Gastrednern zählten der pensionierte Physiker Dieter Böhme, der technische und physikalische Hintergründe zu Windkraftanlagen erläuterte, sowie Olrik Hopfmann‑Poller, Gründer und Sprecher der Bürgerinitiative „Unser Holzland – Kein Windkraftland", der seine langjährigen Erfahrungen aus der Arbeit in überregionalen Protestnetzwerken gegen Windkraftprojekte teilte. Hopfmann‑Poller betonte die Bedeutung regionaler Vernetzung und einer sachorientierten Öffentlichkeitsarbeit.
Die Veranstaltung wurde auch von Stadtratsmitgliedern der AfD-Fraktion Gera besucht, die deutliches Interesse an den vorgetragenen Inhalten zeigten. Die Bürgerinitiative weist jedoch ausdrücklich auf ihre überparteiliche Ausrichtung hin und lädt alle politischen Vertreter sowie die Bevölkerung zum offenen Dialog ein.
Die Gründungsversammlung stieß auf rege Beteiligung und lebhafte Diskussionen. In den kommenden Wochen plant die Bürgerinitiative weitere Veranstaltungen und Informationsangebote in der Region.
Appell an betroffene Bürgerinnen und Bürger:
Im Zuge der aktuellen Planungen wurden im Stadtgebiet Gera drei Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen: Gera-Aga, Unteröppisch-Zedlitz (Waldgebiet) sowie Ernsee. Noch bis zum 15. September besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung einzureichen. Die Bürgerinitiative „Gegenwind Gera" ruft alle betroffenen Bürger dazu auf, von diesem Mitspracherecht Gebrauch zu machen.
Für weitere Informationen oder bei Fragen zur Abgabe einer Stellungnahme steht die Bürgerinitiative derzeit per E-Mail unter gegenwind-gera@gmx.de zur Verfügung.