Dauer-Ausnahmezustand auf Rotem Hügel
Zuletzt spielte der FC Carl Zeiss Jena im November 2022 beim FC Thüringen Weida im Landespokal und gewann mit 5:0. Foto: Jens Lohse
Von Jens Lohse
Weida (NG). Auf dem Roten Hügel herrscht Dauer-Ausnahmezustand. Fußball-Thüringenligist FC Thüringen Weida eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt. Nachdem der Verein aus der 8.000 Einwohner-Stadt Ende Juni Zweitbundesliga-Aufsteiger SG Dynamo Dresden empfangen hatte und dabei 3.000 Zuschauer begrüßen durfte, warten bereits die nächsten beiden prestigeträchtigen Begegnungen. In der 1. Runde des Thüringer Landespokals zogen die Osterburgstädter sprichwörtlich das große Los und empfangen den Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena. Mittlerweile sind die Partien terminiert. Die Wunschansetzung von Präsident Nick Schubert am Freitag um 18 Uhr kam allerdings nicht zustande. Die Jenaer gastieren nun am Sonnabend, 16. August um 15 Uhr beim FC Thüringen Weida. „Das liegt in erster Linie daran, dass die Zeiss-Elf am Mittwoch zuvor beim Kreisoberligisten SG Hermsdorf in einem freundschaftlichen Vergleich gastiert. Nur zwei Tage zwischen den Begegnungen - dass war unseren Gästen trotz ihre deutlichen Favoritenrolle dann doch zu wenig", verriet Nick Schubert, der sich über mangelnde Arbeit derzeit nicht zu beklagen braucht. „Auch wenn wir beim Spiel gegen die Dynamo Dresden viele Erfahrungen sammeln durften und dadurch auf viele Abläufe zurückgreifen können, verfügen wir als kleiner Verein nicht über ein 30-köpfiges Organisationsteam. In weiser Voraussicht habe ich in diesem Jahr keinen Sommerurlaub gebucht. Mein Versicherungsbüro wird derzeit mehr zum Sportbüro. Man darf nicht vergessen, dass der FC Thüringen Weida ehrenamtlich geführt wird", sagt er. Mit der Terminierung kann nun der konkrete Teil der Vorbereitung beginnen. Heiß begehrt sind Bierwagen, da Mitte August parallel einige Stadtfeste in der näheren Umgebung stattfinden.
Gegen den FC Carl Zeiss Jena spielten die Weidaer im Thüringenpokal zuletzt im November 2022. Im damaligen Viertelfinale zog die Penzel-Elf mit 0:5 den Kürzeren, wobei die letzten beiden Gegentore erst in den Schlussminuten fielen, was den guten Gesamteindruck etwas trübte. Damals kamen bei Schneewetter 1.618 Zuschauer. Diesmal hofft man im Hausherren-Lager, die 2.000er-Marke knacken zu können. Manche Aufbauten zum Jena-Spiel kann man anschließend gleich stehen lassen. Denn am Freitag, 22. August gastiert um 18 Uhr Oberliga-Absteiger BSG Wismut Gera zum spannungsgeladenen Thüringenliga-Derby auf dem Roten Hügel. Aus einer Partie gegen die Orange-Schwarzen stammt der Weidaer Zuschauerrekord. Mehr als 5.000 Besucher kamen zu Ostern 1977 ins Stadion. Die damalige Fortschritt-Elf trotzte dem designierten Oberliga-Aufsteiger aus der Bezirksstadt ein 1:1-Unentschieden ab.
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