Sport

Deutschen Rekord unterm Schloss geschossen

Sandra Dölitzscher, Jan Stollberg und Isabell Bärwolf (v.l.) sind bei der Premiere des Schlosspokals unterhalb des Crossener Barockschlosses mit von der Partie. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 24.06.2026| Jahrgang: NG 13/26

Von Jens Lohse Crossen (NG). Die Witterungsbedingungen waren nicht ganz einfach. „Man kann sich auf den Wind einstellen. Die Böen machen es dann aber doch kompliziert. Das Wechselhafte ist das Schwierige. Dann überlegt man zuviel, anstatt einfach zu schießen. Am Vormittag war das Hell-Dunkel-Hin&Her das Problem. Aber das ist so bei Freiluft-Wettkämpfen. Das ist heute ein richtig schönes Lernturnier", schätzte Jan Stollberg ein, seines Zeichens Deutscher Meister mit dem Blankbogen, der extra aus Glindow bei Berlin zur Premiere des Schlosspokal-Turniers unterhalb des Crossener Barockschlosses angereist war. 

Ausrichter des Turniers über 144 Pfeile war die Privilegierte Schützengesellschaft Gera seit 1660. „Sandra Dölitzscher und Ellen Klotz kennen wir schon sehr lange. Beide sind mit ihren Geraern auch immer gern gesehene Gäste bei uns in Glindow. Über die Jahre ist so auch ein privater Kontakt entstanden. Wir sind gut vernetzt", berichtete der beste deutsche Blankbogenschütze der letzten Jahre. Mit seinen 1.194 Ringen war er nicht ganz zufrieden, hatte den Wettkampf aber auch mehr als Trainingseinheit nach einer längeren Verletzungspause eingeordnet. 

Grund zum Jubeln hatte Turnierchefin Sandra Dölitzscher gleich doppelt. Zum einen freute sie sich über das positive Feedback, dass sie nach der Premiere des Schlosspokals von allen Teilnehmern erhielt. Zum anderen stellte sie trotz der schwierigen äußeren Bedingungen einen neuen Deutschen Rekord auf, der inzwischen vom Deutschen Schützenbund (DSB) bestätigt wurde. 1.051 Ringe standen für sie in der Master-Klasse der Blankbogenschützinnen zu Buche, womit sie ihre eigene Bestleistung um 28 Ringe verbesserte. „Da ist noch mehr möglich, aber dafür waren die Bedingungen zu kompliziert", meinte die Geraerin, die den tollen Zusammenhalt im Verein lobte. „Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie sich die Mitglieder und auch die Eltern der jüngeren Sportler bei einem solchen Turnier engagieren", freute sie sich. Sportlich wussten aus Gastgeber-Sicht auch Mario Gloeden (Compound Master/1218), Susan Schumann (Blankbogen Damen/1017), Daniel Dick (Blankbogen Master/1110) und Heiko Sachse (Blankbogen Senioren/968/Deutscher Rekord) zu gefallen. Nachwuchsschütze Max Opelt (Recurve Schüler A) empfahl sich mit seinen 488 Ringen über 72 Pfeile für eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Suhl.Für die Bogensportler hat das Wettkampfjahr gerade begonnen. Ende Juni stehen die Thüringer Meisterschaften in Suhl auf dem Programm, wo sich einige Geraer für die nationalen Titelkämpfe an gleicher Stelle qualifizieren wollen. Vier Wochen später geht es dann zu den Finals nach Hannover, wo die PSG Gera seit 1660 mit drei Teams vertreten sein wird. Sandra Dölitzscher, Susan Schumann, Ellen Klotz, Sandra Kunz, Daniel Dick, Torsten Beyer und Mike Bandlow wollen in Niedersachsen um vordere Platzierungen ringen und an die Ergebnisse der letzten Jahre anknüpfen.Die Bogensportler der Privilegierten Schützengesellschaft Gera seit 1660 haben zudem ihr bereits 5. Fettguschen-Turnier im Auge, das im September ausgetragen wird.

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