Wirtschaft

Die Tischlerei Buff in Crossen feiert ihr 40-jähriges Bestehen

Auf „40 Jahre Holz in Form“ blicken Ullrich und Silva Buff in Crossen zurück. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 16.09.2026| Jahrgang: NG 19/26

Von Jens Lohse Crossen (NG). Auf 40 Jahre Tischlerei Buff können dieser Tage Ullrich und Silva Buff zurückblicken. „Am 1. Juni 1986 haben wir in Grüna bei Rüdersdorf mit Nichts angefangen. Den Betrieb haben wir komplett neugegründet. Eigentlich wollte ich Holzgestaltung studieren. Aber man hat mich damals nicht gelassen. Also habe ich Tischler gelernt und meinen Meister gemacht", erzählt der 68-jährige Geschäftsführer. In der DDR sei das Problem gewesen, die passenden Maschinen zu bekommen. Holz erhielt man über Kontingentzuweisungen. „Zur Wendezeit haben wir überlegt, wie es weitergeht. Wir haben es durchgezogen, sind einen guten, wenn auch nicht leichten Weg gegangen. Bis 1997 waren wir mit Wohnungssanierungen, speziell mit der Erneuerung von Fenstern und Türen beschäftigt", erinnert sich Ullrich Buff. Da in Grüna eine Erweiterung der Tischlerei nicht möglich war, schaute sich die Familie in Crossen nach einem Grundstück um. Nach zweijähriger Bauzeit begann die Produktion am neuen Standort am 1. Juni 1999. 

„Es ist die perfekte Werkstatt geworden. Mit viel Kopf und Liebe eingerichtet. Alles ebenerdig", blickt der Chef zurück, der in den letzten 40 Jahren im Schnitt zwölf bis 15 Angestellte beschäftigte. In Grüna waren es in den Hochzeiten bis zu 30. 

Der Fachkräftemangel macht sich im Tischlerei-Handwerk besonders bemerkbar, obwohl Ullrich Buff eigentlich immer ausgebildet hat, lange Zeit sogar zwei Lehrlinge pro Ausbildungsjahr. Auch vielen Meistern hat er den Weg geebnet. 

„Die Tischlerei ist eine sehr schöne Arbeit, verlangt aber auch viel, vor allem einen klaren Kopf", sagt der 68-Jährige, der sich mit seinem Betrieb über die Jahre auf die Restauration denkmalgeschützter Objekte spezialisiert hat. Das Schloss Ehrenstein in Ohrdruf, das Teehaus in Altenburg, ein großes Eingangstor am Erfurter Anger, Haus Schulenburg in Gera und das Schloss Schwarzburg fallen Ullrich Buff spontan ein. 

Dennoch ist sein „Lebenswerk" in Gefahr. Beide Söhne sind mit eigenen Firmen unterwegs und damit ausgelastet. „Tischler ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Berufung. Dahinter steht eine Pflicht", sagt der gestandene Geschäftsführer, der derzeit noch vier Mitarbeiter hat und selbst noch nicht loslassen kann. Doch erst einmal gönnt er sich und seiner Frau etwas Urlaub.

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