Wirtschaft

Ein dreifach Hoch auf den Hochbaubetrieb

Phönix-Bau GmbH als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb geehrt

Erschienen am 11.06.2021

Im Büro des Geschäftsführers der Phönix-Bau GmbH hängt gut sichtbar ein kluger Gedanke des berühmten Autors Hermann Hesse. Der Text lautet „Damit das Mögliche entsteht, muss man immer wieder das Unmögliche versucht haben". Nun gut, die Bauleute dieses klassischen Geraer mittelständischen Hochbaubetriebes geben sich dem Beobachter vielleicht ein bisschen zu bescheiden. Mag ja sein, Unmögliches haben sie nicht vollbracht, dafür etwas, womit sie sich sehen lassen können. Sie wurden soeben als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb geehrt. 

Dazu ein wenig Aufregung im Gebäude, das sich etwas versteckt in der Debschwitzer Schenkendorfer Straße befindet. Fast scheint es, als ob die Bauleute des Unternehmens sich dessen gar nicht bewusst sind, eine Sonderstellung beim Bau von Aufzügen innen zu haben, wovon in Gera u.a. sogar die vier angesehenen Wohnungsbaugenossenschaften profitieren und wovon Bauaufträge in Nah und Fern zeugen. Und da kommt jetzt sogar ein wenig Stolz auf, als die Ostthüringer Handwerkskammer (HWK) die Ehrenurkunde für die Verdienste um den bauhandwerklichen Nachwuchs überreicht. Die Auszeichnung übergibt die HWK-Referatsleiterin Berufsausbildung Katja König an den Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Wuttig, stellvertretend für die fleißigen 40 Mitarbeiter, die jährlich einen Umsatz zwischen fünf und zehn Millionen Euro erwirtschaften. Die Vertreterin der Kammer würdigt das besondere Engagement des Unternehmens bei der Ausbildung des Berufsnachwuchses: Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Hochbaufacharbeiter, Kauffrau Büromanagement. 

Und als Clou fügt sie hinzu: Das Handwerksunternehmen ist in diesem Jahr das erste in Ostthüringen, dem diese Ehrung zuteil wird. Der Chef bedankt sich und möchte hervorheben, dass das Erreichte auf den gemeinsamen Anstrengungen im Team fußt. Besonders die Ausbilder würden eine hervorragende Arbeit leisten. Die daran Beteiligten und zur Ehrung Anwesenden hören das gewiss gern: Maurermeister Jens Reinhardt, Polier (und Urgestein) Dietmar Schmeißer, Sarah Kirsch, Lehrling im 3. Lehrjahr Kauffrau für Büromanagement. Und besonders erwähnenswert: Maurerlehrling im zweiten Lehrjahr Amir Bayan. Der freundliche 22-jährige Mann stammt aus Äthiopien, ist wissbegierig, fleißig, macht eine gute Figur, spricht schon gut Deutsch und fühlt sich wohl im Team. Ein schönes Beispiel dafür, wie ausländische Mitbürger integriert werden können. Phönix-Bau bildet seit Gründung 2003 aus und wie es im Ifo-Bericht des Unternehmens heißt, „durchgängig mit insgesamt 29 Lehrlingen". Derzeit durchlaufen drei Lehrlinge die anspruchsvolle Ausbildung: zwei Maurer und einen Kauffrau für Büromanagement. 

Dieses Jahr sind drei Einstellungen vorgesehen und zwar zwei Maurer und ein Hochbaufacharbeiter. Das ist in Zeiten, in denen durch Corona viele Lehrstellen im Handwerk unbesetzt blieben, volkswirtschaftlich besonders bedeutsam. Jeder ausgebildete Handwerker, ob als Geselle oder vielleicht sogar Meister, ist Goldes wert. Was zählt: Von 17 Lehrlingen, die sich der Prüfung stellten, haben 16 beim ersten Versuch bestanden. Einer viel durch. Gut macht es sich, dass Lehrlinge an den überbetrieblichen Lehrunterweisungen in den gefragten Bildungsstätten der Geraer Handwerkkammer teilnehmen. Zum ehrenamtlichen Engagement von Phönix gehört die Bereitstellung von Praktikumsplätzen für Schüler. Wer weiß – vielleicht findet so mancher junger Mann, so manche junge Frau Gefallen an einem der angesehenen Berufe im Bauhandwerk.

 

Harald Baumann

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