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Ein Tor für Lusan

Der Posaunenchor der Geraer Kirchen sorgt für die musikalische Umrahmung bei der Einweihung des Lusaner Stadtwaldtores zum 50-jährigen Jubiläum des ersten Spatenstichs für den größten Geraer Ortsteil.

Erschienen am 06.05.2022

Von Jens Lohse

Gera. Am 28. April 1972 erfolgte der erste Spatenstich für das Neubaugebiet Gera-Lusan, das immer noch als größter und bevölkerungsreichster Stadtteil gilt. Das 50-jährige Jubiläum nahm die Stadt Gera zum Anlass, den Bürgern ein Tor als Zugang zum 1.600 Hektar großen Stadtwald in der Dürren-ebersdorfer Straße zu schenken. Mit einer Sternwanderung aus fünf unterschiedlichen Richtungen wurde das Stadtwaldtor eingeweiht. Die geführten Wanderungen hatten eine Maximallänge von vier Kilometern und wurden u.a. von Geras Ehrenbürger Roland Geipel, Pfarrer Michael Schlegel und Stadtteilmanagerin Vanessa Prager begleitet. Die Wanderer trafen zum gleichen Zeitpunkt am neuen Stadtwaldtor ein, das im Anschluss feierlich von Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Dezernentin für Jugend und Soziales, Sandra Wanzar enthüllt wurde. Gut 100 Zuschauer waren anwesend. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Posaunenchor der Geraer Kirchen. Eine Imbissstrecke vom Förderverein Stadtwaldbrücken sorgte für das leibliche Wohl. Der in Gera geborene Wolfgang Tiefensee meinte zur Einweihung: „Es ist nicht das erste Stadtwaldtor, das ich eröffne. Lusan ist richtig schön geworden. Der Stadtwald soll ein Ort der Erholung sein, einer an dem die Menschen gerade jetzt die sprießende Natur genießen und aufhören zu meckern." Gemeinsam mit Hans-Dieter Hischer vom Förderverein Stadtwaldbrücken stellte er weitere solcher Tore in Aussicht. Sandra Wanzar stellte den Stadtwald als Ort der Ruhe dar und fügte an, dass Wandern nicht nur etwas für die Alten sei. Als Erste durchschritt dann Gerlinde Boy vom Alpenverein das Tor. „Irgendeiner musste es ja tun. Das war eine sehr schöne Veranstaltung. Schön auch, dass so viele Menschen gekommen sind."
Das Lusaner Stadtwaldtor ist das siebente Tor, das vom Förderverein Stadtwaldbrücken Gera in Kooperation mit dem Bildungszentrum Ostthüringen Gera, der Grünwerkstatt Gera und der OTEGAU gebaut und installiert wurde. Die anderen befinden sich am Tierpark, am Fuchsturm, in Ernsee, am SRH Wald-Klinikum, nahe der Waldgaststätte Kuckucksdiele und im Fuchsklamm. Unterstützt wurde das Vorhaben vom Amt für Gesundheit und Versorgung im Rahmen eines Förderprogramms „Gesund alt werden" der Gesetzlichen Krankenversicherung zur kommunalen Gesundheitsförderung.
Anlässlich des runden Lusaner Geburtstags fanden seit Jahresbeginn zahlreiche Veranstaltungen statt. Ein ökumenischer Gottesdienst läutete Anfang Januar das Jubiläumsjahr ein. Am jeweils letzten Mittwoch eines Monats erzählen Menschen aus Lusan, wie sie dort leben und wie sie die Veränderungen in den letzten 50 Jahren wahrgenommen haben. Darüber hinaus gibt es thematische Stadtteilspaziergänge, um Lusan zu Fuß zu entdecken und gleichzeitig gesundheitsfördernde Maßnahmen anzubieten. Höhepunkt des Festjahres wird dann das Lusan-Fest am 2. Juli sein. Verteilt über den gesamten Stadtteil öffnen Einrichtungen, Vereine und Firmen ihre Türen und zeigen, was Lusan zu bieten hat. Begleitet wird die Veranstaltung von einem musikalischen Bühnenprogramm von Lusanern für Lusaner.

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