Engagement für Debschwitz
Abordnung des Heimatvereins Debschwitz/Heinrichsgrün bei der Übergabe der Förderurkunde vor dem Haus Schulenburg: Andreas Kinder, Heike Breuninger, Hartmut Straaß, Dana Wetzel-Krüger, Tilo Wetzel (v.l.). Foto: Wolfgang Hesse
Von Wolfgang Hesse
Gera (NG). Maibaumsetzen, Kindermaibaumsetzen, Hexenfeuer, Weihnachtsmarkt und das Sülzenfest sind Höhepunkte in Debschwitz und Heinrichsgrün, die in die Stadtgesellschaft von Gera hineinstrahlen. Großen Anteil am Gelingen hat dabei der Heimatverein Debschwitz/Heinrichsgrün e.V. „Inzwischen haben wir zwölf engagierte Mitglieder", berichtet Andreas Kinder, der Vorsitzende des mit fünf Jahren noch recht jungen Vereins. „Unser Ziel ist die Traditionspflege und die Heimatforschung. Dabei arbeiten wir mit anderen Vereinen eng zusammen, um die alten Feste zu erhalten und auch neue Höhepunkte für die Menschen zu schaffen", betont Andreas Kinder, der inzwischen zum Ortsteilbürgermeister Debschwitz gewählt wurde. Die Fördervereine Haus Schulenburg und Tierpark, die Initiative Sülzendorf und der Radsportverein SSV 1990 gehören zu den Kooperationspartnern. So könne die ehrenamtliche Organisation auf mehrere Schultern verteilt werden.
Andreas Kinder freute sich, dass im Rahmen des Besuchs von Mario Voigt, dem Ministerpräsidenten Thüringens, der Verein symbolisch für die ehrenamtliche Arbeit geehrt wurde. „Wir hatten im letzten Jahr für unsere jährliche Debschwitz-Glühweinwanderung 450 Euro als Förderung beantragt, um die Durchführung der Veranstaltung zu unterstützen. Die 200 Gäste erhielten von uns, sehr passend zu den eisigen Temperaturen, Pudelmützen mit dem Vereinslogo und der Aufschrift 'Debschwitz'. Somit wurde unser Verein sichtbar in die Stadt getragen", so Andreas Kinder. Neben der im letzten Jahr erschienenen Chronik über Pöppeln möchte der Verein seine Recherchen zur Heimat fortsetzen. „Daraus soll eine Debschwitz-Chronik entstehen. Für dieses umfangreiche Projekt, das allein durch ehrenamtliches Engagement entsteht, haben wir Lottomittel in Höhe von 5.000 Euro beantragt", so der Vereinsvorsitzende. Sollte dieses Geld genehmigt werden, meint Kinder, könne diese Chronik noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Das neue Gesetz für das Landesprogramm „Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts im Freistaat Thüringen" trat im Jahre 2025 in Kraft und wurde danach in die Tat umgesetzt. „Insgesamt 18,5 Millionen Euro stehen in diesem Jahr für das Ehrenamt zur Verfügung", erklärte Guntram Wothly, Ehrenamtsbeauftragter der Thüringer Staatskanzlei. Davon vergibt die Thüringer Ehrenamtsstiftung 3,5 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Aktiv vor Ort". Am 15. April endet die Antragstellung für das Landesprogramm, das 8 Millionen Euro für ehrenamtliches Engagement bereithält. „Mit einer solchen öffentlichen Würdigung, wie etwa durch den Ministerpräsidenten, möchten wir nicht die Politik in den Vordergrund stellen, sondern das Ehrenamt, und damit zeigen, was die Menschen vor Ort leisten", so Wothly.
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