Sport

Erstes Padeltennis-Turnier in Thüringen

Unternehmer Steffen Tobermann (l.) und Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg weihten die ersten zwei Outdoor-Padel-Plätze in Thüringen ein. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 27.05.2026| Jahrgang: NG 11/26

Von Jens Lohse

Gera (NG). Trotz zehn Regentagen in Folge sowie der Kälte der Eisheiligen gelang es der Lusaner ProSportArena Mitte Mai, zwei Outdoor-Padeltennisplätze termingerecht einzuweihen. „Am Mittwoch wollten wir noch absagen, weil der Kleber einfach nicht trocknen wollte. Wegen der Windlast im Freien mussten auch die Fundamente tiefer gegraben werden. Immerhin wiegt jede der Plexiglas-Scheiben, die die Spielfeldbegrenzung bilden, allein 420 Kilo", erläuterte Inhaber Steffen Tobermann den anwesenden Gästen und bedankte sich bei allen Aufbauhelfern, die noch am Vortag bis in den späten Abend hinein tätig gewesen waren. Neben Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg waren auch die 24 Spieler, darunter drei Frauen, vor Ort, die am ersten Thüringer Padel-Tennis-Turnier teilnahmen. In Einzeln und Doppeln trat man gegeneinander an. Oberschiedsrichter Tim Kirmse hatte samt ChatGPT anfangs alle Hände voll zu tun, den Wettkampf in die richtigen Bahnen zu lenken. Der Turniersieg ging nach vierstündiger Spieldauer an den Zeitzer Tischtennisspieler Lucas Hörhold vor Thanh Dao und Vincent Kazuch.
Geras OB Kurt Dannenberg freute sich auch als Stadtsportbund-Präsident über das abermals erweiterte Geraer Sportangebot. „Ich bin beeindruckt, wie schnell privates Bauen funktioniert. Wäre dies ein kommunales Projekt gewesen, wären wir jetzt wahrscheinlich noch in Planungsstufe eins", meinte er mit einem Lächeln im Gesicht. Schon vor sechs Monaten war das Stadtoberhaupt persönlich dabei gewesen, als die beiden Indoor-Padelplätze übergeben wurden, die sich in den Wintermonaten einer nahezu hundertprozentigen Auslastung erfreuten. Es geht voran in Gera. Allein neun Millionen Euro sollen auf der Radrennbahn in Debschwitz verbaut werden.
Bis aus Schleiz waren die Teilnehmer gekommen. Der 23-jährige Felix Wittig, der in Jena Wirtschaft studiert und sich auch schon als Hand- und Volleyballer versuchte, fand die Turnierpremiere sehr gelungen. „Während meines Auslandssemesters in Spanien habe ich mit Padeltennis angefangen. Als ich zurückgekommen bin, war es schwer, in Thüringen Spielmöglichkeiten zu finden. Gera nimmt eine Vorreiterrolle ein. Jetzt warten wir sehnsüchtig auf eine Eröffnung in Jena", verriet Felix Wittig. Auch der Geraer Noah Siebenhaar war begeistert. Der Tischtennisspieler der SG Braunichswalde, der mit seinem Team als Aufsteiger den Klassenerhalt in der Oberliga geschafft hatte, strahlte nach dem ersten Spiel im Freien. „Das ist cool, macht richtig Spaß. Ich verspüre einen freundschaftlichen Ehrgeiz, will gegen meine Freunde natürlich nicht verlieren", erzählte der 19-jährige Rückschlagspiel-Spezialist, der nach der 18-minütigen Spielzeit ohne Trinkpause ziemlich durstig war.
Padeltennis gilt als eine der Trendsportarten derzeit und ist eine rasante Mischung aus Tennis und Squash. Es wird fast immer im Doppel auf einem verkleinerten, von Glaswänden und Gittern umgebenen Platz gespielt. Die Wände dürfen in das Spiel einbezogen werden, was für lange, dynamische Ballwechsel sorgt.

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Nr. 12-2026
vom 10. Juni

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Neues Gera

Nr. 11-2026
vom 27. Mai