Frische Weihnachtsbäume ohne Herbizide
Der 62-jährige Klaus Bergner aus Tautendorf startet seinen Weihnachtsbaumverkauf im heimischen Hof. Foto: Jens Lohse
Von Jens Lohse
Tautendorf (NG). Klaus Bergner kennt sich aus mit Weihnachtsbäumen. Seit Jahrzehnten bewirtschaftet der inzwischen 62-Jährige im Umland von Tautendorf im Saale-Holzland-Kreis Weihnachtsbaumplantagen, auf denen Nordmanntannen, Blaufichten, aber auch so seltene Arten wie Colorado-, Korea- oder Nobilis-Tannen wachsen.
„1990 habe ich angefangen mit einem Trabant-Anhänger und einigen Zufällen. Langsam ist es immer mehr geworden. Als gelernter Gärtner wusste ich, wie produziert wird. Bei einer Weiterbildung in Jena wurde darüber gesprochen, dass eine LPG Weihnachtsbäume verkauft. Da ist in mir der Entschluss gereift, dies auch tun zu wollen", erinnert sich Klaus Bergner an die Anfänge. Zunächst kümmerte er sich nur nebenberuflich um die Weihnachtsbäume, war in erster Linie im Bestattungsunternehmen des Schwiegervaters tätig.
Als der Aufwand zu groß wurde, machte er sich selbstständig. „Die Konkurrenz war zunächst groß. Anfangs hatte ich zu kämpfen. Doch der Kunde entscheidet. Qualität setzt sich durch", sagt der 62-Jährige und erklärt, was seine Weihnachtsbäume auszeichnet. „Wir spritzen unsere Bäume nicht. In diesem Jahr habe ich nicht einen Liter Herbizide versprüht", verrät er stolz. Auch die Frische zeichnet die Bergner´schen Weihnachtsbäume aus. Vor Totensonntag „erntet" er keinen Baum.
Immer bedeutsamer wird das Reisig-Geschäft. „Tonnenweise schneide ich an manchem Tag Tannengrün, dass sowohl an Groß- als auch an Privatkunden geht. Besonders Nobilis-Tannen sind gefragt", erklärt Klaus Bergner, der sein Geld von Ende Oktober bis Weihnachten verdienen muss. Die Klimaveränderungen bekommt auch er zu spüren, weshalb es seine Bäume in Trockenperioden mit Regenwasser versorgt.
Verkauft wird im eigenen Hof in der Tautendorfer Dorfstraße 22. In erster Linie Nordmanntannen und Blaufichten werden in der Woche ab 14 Uhr angeboten. An den Adventswochenenden geht es bereits um 9 Uhr los mit dem Verkauf.
Zusätzlich betreibt er einen Stand in Stadtroda am Rewe-Einkaufsmarkt, der ab 9. Dezember geöffnet hat. Die Bäume müssen fünf bis sechs Jahre vorgehalten werden, weshalb Klaus Bergner nicht einfach so von heute auf morgen mit der Arbeit aufhören kann.
Wie viele Bäume er im Jahr verkauft, ist nur schwer zu beziffern. „Wir haben unseren Zenit überschritten, bleiben derzeit knapp unter der Tausender-Marke", sagt er und freut sich schon auf Weihnachten. „Dann fallen meine Frau und ich erschöpft in den Sessel und ruhen uns über die Feiertage aus", verrät der 62-Jährige und begibt sich in seinen Wald, um das nächste Tannengrün zu portionieren.
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