Gesellschaft

Kopflöwenäffchen und Azara-Agutis

Goldkopflöwenäffchen und Azara-Agutis sind neue Bewohner im Geraer Tierpark. Fotos (2): Wolfgang Hesse

Erschienen am 23.07.2025| Jahrgang: NG 15/25

Von Wolfgang Hesse

Gera (NG). Sie stammen aus Südamerika. Beide Arten sind in tropischen und subtropischen Regenwaldgebieten Brasiliens zuhause und haben jetzt eine neue Heimat in einem Mini-Regenwald im Geraer Tierpark gefunden. Aus der ehemaligen Meerkatzenanlage ist ein sehenswertes und vor allem besucherfreundliches Areal für diese tierischen Neuzugänge entstanden.
„Die Goldkopflöwenäffchen sind in ihren Lebensraum stark gefährdet. Weltweit gibt es nur noch ein paar tausend Tiere im natürlichen Lebensraum", weiß Felix Schmidt, der Vorsitzende des vor einem Jahr neu gründeten Fördervereins Tierpark e.V. „Eigentlich sollte diese neue Anlage erst zum Jahresende in Betrieb gehen, doch durch viele Helfer und finanzielle Unterstützung konnten wir bereits am 30. Juni dieses Gehege an den Tierpark übergeben."
Mit diesem ersten Projekt sieht der Verein seine Aufgaben bestätigt: Bildungsarbeit zu leisten und gefährdete Tiere nachhaltig zu züchten. Nun hoffen die 43 Vereinsmitglieder und das Personal des Tierparks, dass die beiden Pärchen fleißig Nachwuchs bekommen und damit ihre Arten erhalten.
Auf 25.000 Euro schätzt der Verein den Gesamtwert der neuen Anlage. „Viele Geraer Unternehmen haben uns mit Geld- und Sachspenden unterstützt", betont der stellvertretende Vereinschef Robert Gwosdz und nennt als Hauptsponsoren Electronicon, das Chemiewerk Bad Köstritz, die Sparkasse Gera-Greiz und die Adelheid Meißner GmbH, die die komplette Unterkonstruktion für das neue Gehege errichtete. Er lobt zugleich die Bürger der Stadt, die sich mit vielen Kleinspenden und vor allem großer Anteilnahme für ihren Tierpark einsetzen.
Einen wichtigen Anteil am Umbau der Anlage hat Jan Dömming, so der Vereinschef. Der Tierpfleger mit Instandhaltungsaufgaben im Tierpark, kümmerte sich um den gesamten Innenbereich und schuf damit den Lebensraum für die Tiere. Ein kleiner Wasserfall, Felsen und Klettergelegenheiten hat er teils selbst angefertigt. Hilfe für die Holzarbeiten, wie etwa das Vordach bekam er von seinen Tischlerkollegen Markus Thümmler und Sven Zimmermann, berichtet Jan Dömming.
Zur Einweihung brachte Norbert Geißler, Stadtrats- und Fördervereinsmitglied, einen neuen Unterstützer mit. Bernhard Paul Vonficht, besser bekannt unter seinen Künstlernamen Bernie Paul, überreichte dem Förderverein eine Spende in Höhe von 3.000 Euro von der Gera Projekt De-Smit-Straße GmbH und Co.KG. für die weitere Projektarbeit. In den 1970-er Jahren wurde der Sänger und Musikproduzent mit Hits, wie "Lucky", "Oh no no" oder "Night After Night" weltbekannt und ist mit diesen Songs als DJ Heartbeat immer noch unterwegs.
Andreas Kinder, Ortsteilbürgermeister von Debschwitz und Heinrichgrün, freute sich, ebenfalls etwas beitragen zu können. Er übergab zusammen mit dem THW eine Spende von 600 Euro, die teilweise aus dem Erlös des Tages der offenen Tür stammten.
Das nächste Projekt des Tierpark-Fördervereins wird bald Gestalt annehmen. Es ist eine begehbare Wellensittichanlage, verrät Felix Schmidt. „Wir sehen als Verein unsere Aufgaben in der Unterstützung von Gehegen, der Vorschulbildung der Kinder und interaktiver Umweltkommunikation." Dabei denkt er an eine Präsentation über die schützenswerte Fauna Südamerikas. Im Tierpark lebende Tiere, wie Alpakas, Goldkopflöwenäffchen und Agutis dürfen hierbei nicht fehlen.

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Nr. 25-2025
vom 10. Dezember

Aktuelle Ausgabe

Neues Gera

Neues Gera

Nr. 24-2025
vom 26. November