Sport

Leben mit und für den Sport

Ehrennadel des Landessportbundes Thüringen für Ingrid Dudel

Erschienen am 26.11.2020

Lebensfroh, voller Energie und immer mit einem Lächeln, so kennt man Ingrid Dudel. Kürzlich feierte sie ihren 70. Geburtstag. Man sieht ihr das Alter nicht an. Sie wirkt jugendlich und sehr dynamisch. Ihr Geheimrezept: Bewegung. Das hält jung und gesund. Aber nicht nur aktiv, sondern auch im ehrenamtlichen Engagement ist sie stets in Bewegung. Ingrid Dudel lebt für den Sport, für ihren Sportverein Hermes und besonders für die Mitglieder ihrer Gymnastikgruppe.

Ihr Ehrentag ist eine passende Gelegenheit, sie für ihr Engagement im Sport mit der Ehrennadel des Landessportbundes Thüringen e.V. zu ehren. „Ich war total überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe es nicht so mit der öffentlichen Aufmerksamkeit. Ich habe mich gefreut und meine Enkel waren ganz stolz auf ihre Oma", erzählt sie.
Norbert Kietzmann ist einer, der Ingrid Dudel seit Jahrzehnten kennt. „Als ich Ingrid vor über 40 Jahren beim DTSB Kreisvorstand kennengelernt habe, habe ich sie stets engagiert, hilfsbereit, freundlich, offen und sehr zugänglich kennengelernt. Zugleich ist sie aber immer resolut und nach vorn orientiert. Bei ihr ist das Glas eben stets halb voll."

Beim DTSB war sie hauptamtlich als Kreissportlehrerin tätig. Aber schon damals hat sie sich ehrenamtlich für den Sport in Gera engagiert und Akzente gesetzt, unter anderem als Mitglied der BSG Handel Gera. Mitte der 80er Jahre übernahm sie dann ihre erste Sportgruppe als Übungsleiterin. Es war die Gymnastik, die es ihr angetan hatte. „Ich erinnere mich, als wäre es heute, als wir die Popgymnastik, bei uns in der DDR hieß es ja nicht Aerobic, einführten. Drei Tage dauerte der Lehrgang. Danach tat uns erst einmal alles weh und wir gingen die Treppen rückwärts herunter. Aber Spaß hat es gemacht. Dann zogen wir durch Gera von Sportverein zu Sportverein und gaben unser Wissen weiter", erzählt sie.
1990 die Wende und aus dem staatlich geführten und finanzierten Sport, wurde der sich selbstverwaltende Sport. Aus der BSG Handel wurde der Geraer SV Hermes e.V. und ganz vorn mit dabei, Ingrid Dudel, das aber eher unfreiwillig. „Man hatte mir einen Stapel Ordner auf den Tisch gelegt und gesagt, du musst das jetzt machen, du kennst dich darin aus." Von Anbeginn gehörte sie in verschiedenen Funktionen dem Vorstand an. Sie übernahm, wenn erforderlich, auch mal die Leitung oder Aufgaben des Vereinsvorsitzenden bis zu Neuwahlen. Seit nun mehr 30 Jahren wacht sie als Schatzmeisterin akribisch über die Finanzen des Vereins.

Der Name des Vereins hatte sich verändert, geblieben aber ist ihr ehrenamtliches Engagement als Übungsleiterin. So stelle sie sich immer wieder neuen Heraus- und Anforderungen, darunter dem Erwerb der Trainerlizenz C, welche sie regelmäßig erneuert.

Ihrem Optimismus und Tatendrang ist es auch zu verdanken, dass ihre Gymnastikgruppe so langsam wieder aus dem Corona-Tief heraus kommt. Genauso wichtig, auch wenn sie es nicht gerne hört, sind ihre Zuversicht, ihre immer neuen Ideen sowie ihr persönlicher Einsatz. So steht sie für Stabilität, Motivation und Gewissenhaftigkeit, was wiederum das Wort „Aufhören" für sie zu einem Fremdwort werden lässt.
Wenn sie sagt, Sport ist gesund, dann bezieht sie es auch auf sich, ihre persönliche Gesundheit und Fitness. So stehen in ihrem Kalender keine Arztbesuche, sondern Termine für Fitnessstudio oder Tanzschule. Letzteres schon seit 18 Jahren.

Die Überreichung der Ehrennadel war verbunden mit dem Wunsch, dass Ingrid Dudel ihrem Sportverein und vor allem dem Geraer Vereinssport auch in den kommenden Jahren die Treue hält.

Reinhard Schulze

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