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Lusan hat seine Fußgängerbrücke wieder

Der Ersatzneubau der Lusaner Fußgängerbrücke ermöglicht den Bewohnern wieder den direkten Zugang zur Straßenbahn. Fotos: Jens Lohse

Erschienen am 08.12.2025| Jahrgang: NG 25/25

Von Jens Lohse

Gera (NG). Fast dreieinhalb Jahre nach ihrer Sperrung ist die stadtbildprägende Lusaner Fußgängerbrücke wieder nutzbar. Der Ersatzneubau wurde Ende November von Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg und Staatssekretär Tobias J. Knoblich offiziell übergeben. Viele Lusaner waren der Einladung gefolgt und zur Einweihung erschienen. Im März 2022 war die alte Brücke aufgrund umfangreicher Mängel für die Nutzung gesperrt worden. Eine Instandsetzung war aus statischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zweckmäßig. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Neubaus lag bei rund fünf Millionen Euro. 4,4 Millionen stammten aus Fördermitteln aus dem Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land". 600.000 Euro stellte die Stadt Gera selbst zur Verfügung.
Die neue Brücke überspannt die 54,5 m breite Nürnberger Straße. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt 92,5 m. Die 5,10 m Breite - damit ist sie gut einen guten Meter breiter als ihr Vorgänger - teilen sich Fußgänger und Radfahrer farblich getrennt voneinander. 142 Tonnen Beton und Spannstahl wurden verbaut. Die Beleuchtung ist in den Handläufen der Brücke untergebracht. „Für derzeitige Verhältnisse in Deutschland haben wir das Vorhaben zügig umgesetzt", freute sich Geras OB Kurt Dannenberg. Staatssekretär Tobias J. Knoblich hob die Bedeutung von verbindenden Brücken hervor und lobte die nun wieder erleichterte Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr sowie die Radwege Thüringer Städtekette und Elsterradweg. Das Bauwerk charakterisierte er als „schick und funktional".
In Anwesenheit von Planern und Bauleuten durchschnitten Dannenberg und Knoblich das rote Band. Etwas Besonderes hatte ZiBa-Geschäftsführer Toralf Zipfel mitgebracht, der mit seinem Unternehmen maßgeblich für die Ausführung der Baumaßnahme verantwortlich zeichnete. Drei große, anlassgemäß mit roter Geschenkschleife versehene Betonwürfel aus Materialproben der Brücke übergab er feierlich an die Nachwelt. Einen davon sicherte sich gleich Irina Schultheiß, die Leiterin der Lusaner TAG-Geschichtswerkstatt, die sich um die Historie des Stadtteils verdient gemacht hat.

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