Mit „Alter Musik“ durch die Jahrhunderte
Hanna Herfurtner (links), Olivia Stahn (rechts) vom Ensemble „The Present“ und Friederike Böcher freuen sich auf das Heinrich-Schütz-Musikfest. Foto: Wolfgang Hesse
Von Wolfgang Hesse
Bad Köstritz (NG). Mit rund 40 Veranstaltungen lässt das renommierte Musikfest die Musik des in Bad-Köstritz geborenen Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672) in die Gegenwart strahlen. Der Cembalist Gerd Amelung, als Interimsintendant, möchte ein weiteres Kapitel der Wirkungsgeschichte von Heinrich Schütz schreiben. Vom 2. - 11. Oktober veranstaltet die Mitteldeutschen Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. Konzerte, Vorträge, Ausstellungen, Führungen und musikalische Gottesdienste in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern in den Schütz-Orten Dresden, Bad Köstritz, Gera, Weißenfels und Zeitz. Amelung möchte die Besucher mitnehmen, über den Tellerrand der Alten Musik zu schauen und teils mit einem Augenzwinkern andere Sichtweisen in den Fokus rücken.
Das Jahresmotto „Spurensuche. Anstoß und Aufbruch" gliedert sich in vier Schwerpunkte. Zum einen geht es um die „Spuren" der Musik von Heinrich Schütz, die bis in die Gegenwart reichen. Im zweiten Schwerpunkt „Export" wird die Verbreitung der Schütz-Werke im europäischen Raum analysiert. Der Punkt „Renaissance" verweist auf die Wiederentdeckung von Schütz im 19. und 20. Jahrhundert. Letztendlich wird unter dem Schwerpunkt „Experiment" erkundet, wie Schütz heute weitergedacht wird.
Im Eröffnungskonzert „Erhöre uns, wenn wir anrufen. Eine Séance für Heinrich Schütz" verbindet sich die Musik von Heinrich Schütz mit einer zeitgenössischen Uraufführung der 1981 geborenen Laura Steenberge. Unter der fiktiven Frage „Was hat wohl Schütz vor seinem Schaffen für Musik gehört?" reisen The Present am 7. Oktober in die musikalische Vielfalt der Schützzeit. Der Dreiseitenhof in der Brauerei Bad Köstritz schafft dazu die passende Atmosphäre, wenn Trinklieder und geistliche Gesänge sich abwechseln.
In der Marienkirche Gera-Untermhaus präsentiert das Johann Rosenmüller Ensemble unter Leitung von Arno Paduch am 4. Oktober Werke der Cousins von Heinrich Schütz und von Heinrich Albert, der zehn Jahre bei seinem Vetter Heinrich Schütz studierte.
Informationen zum Heinrich-Schütz-Musikfest unter www.schuetz-musikfest.de. Tickets dort sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.