Neues vom Posthumus
Im Atelier in Traunstein bei Meister Belser. Foto: M. Taubert
Gera (NG). Nach dem erfolgreichen Abschluss der Crowd-funding-Aktion war der Denkmaltag am 14. September der nächste Höhepunkt zur Präsentation unseres Modells des Posthumus-Denkmals. Zur Besichtigung des Modells hatten wir eine Einladung an die Stiftung Denkmalschutz geschickt. Diese hatte ihren Ansprechpunkt im „Café Kanitz" auf dem Markt eingerichtet. Leider wurde diese Einladung nicht angenommen. Im persönlichen Gespräch mit Herrn Dr. Skudelny im „Café Kanitz" brachte dieser zum Ausdruck, dass sich die Stiftung mehr auf Baulichkeiten als auf Denkmäler oder ihre Nachbildungen konzentriert. Das ist natürlich eine interessante Aussage auch bezüglich unserer Initiative.
Wir hatten wieder einen kleinen Stand neben dem Modell eingerichtet und es war ein reger Besucherverkehr zu verzeichnen. Wieder wurden viele interessante Gespräche geführt und es ist unverkennbar, dass ein großes Interesse besteht, dieses verlorengegangene Denkmal für Heinrich Posthumus, neu, am alten Standort, zu errichten. Am Denkmaltag konnten viele Kleinspenden in der Spendenbox vor Ort gesammelt werden und das Rutheneum sammelte bei den Führungen durch das „Rutheneum seit 1608" auch einiges an Spenden ein. Dort traten wieder der kostümierte Heinrich Posthumus und seine Ehefrau Magdalene in Aktion. Vielen Dank an Heinrich, seine Magdalene und an das „Rutheneum seit 1608"! Am Ende des Tages konnten fast 400 Euro für das Spendenkonto registriert werden.
Mitte Oktober wurde der Bildhauer Andreas Belser in seinem Atelier in Traunstein besucht. Er berichtete vom gegenwärtigen Stand der Fertigung des Gussmodells als Vorlage für den Guss der Bronzeplastik. Mit dieser Gussvorlage will er Ende Januar 2026 fertig sein. Danach erfolgt die Weitergabe des Gussmodells an die Kunstgießerei Otto Strehle in Winhöring. Dieser Ort ist ca. 50 km von Traunstein entfernt. Der Bildhauer wird bis zum Abschluss des Gusses den „neuen Posthumus" begleiten. Der Stand Mitte Oktober ist auf dem Foto erkennbar. Zum Abschluss fand noch eine kurze Stippvisite in der Kunstgießerei statt. Der Werkmeister führte durch die einzelnen Werkhallen und Fertigungsorte einer Bronzeplastik in der Gießerei.
Parallel dazu laufen gegenwärtig die Aktivitäten zum Sockel des Denkmals. Diese werden von einer kleinen Gruppe der Interessengemeinschaft geführt. Zuletzt wurden die Ausführungszeichnungen von der ABW Planungsgesellschaft mbH auf den aktuellen Stand angepasst. Dazu wird ausführlich Ende des Jahres berichtet.
Am 16. September fand eine Beratung und Berichterstattung zum gegenwärtigen Stand der Realisierung des Projekts im Dezernat Stadtentwicklung, Bau und Umwelt statt. Hinsichtlich des kleinen Zaunes auf der zweiten Stufe des Denkmals gibt es konträre Meinungen und damit noch Gesprächsbedarf. Anfang Dezember trifft sich der kleine Kreis der IG Posthumus zur Auswertung der Aktivitäten des Jahres 2025 und einer Vorschau auf das Jahr 2026. Wenn alles gut läuft, wird sich dann das Stadtbild in der Stadtmitte verändern. Wir informieren Sie an dieser Stelle darüber.
Besuchen Sie uns unter posthumus-gera.de und bringen Sie mit einer Spende Ihren Wunsch zur Wiederaufstellung des Denkmals zum Ausdruck.
Kulturbund Gera e.V. / Kennwort Posthumus-Denkmal/ IBAN: DE90 8305 0000 0014 6378 04/Bitte Anschrift für Spendenbescheid vermerken
Manfred O. Taubert Koordinator der IG Posthumus