Politik

Westvororte bekommen ein Dorfentwicklungskonzept

Dorferneuerung durch Thüringer Förderprogramm realisierbar

Erschienen am 12.03.2021

Für den Geraer Ortsteil „Westvororte" entsteht im Auftrag der Stadt in den kommenden Monaten ein Dorfentwicklungskonzept als Voraussetzung, um vom Freistaat Thüringen als Förderschwerpunkt der Dorferneuerung und -entwicklung aufgenommen zu werden. Bis Ende 2021 erarbeitet das Planungsbüro quaas-Stadtplaner unter anderem Leitbilder, Ziele und mögliche Einzelprojekte für die zukünftige städtebauliche Entwicklung von Scheubengrobsdorf, Windischenbernsdorf und Frankenthal. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt und unter breiter öffentlicher Beteiligung. Dazu Ortsteilbürgermeister Erik Buchholz: „Das Förderprogramm ist eine großartige Chance auf finanzielle Unterstützung für alle, die unseren Ortsteil mitgestalten und voranbringen wollen. Wir laden alle ortsansässigen Bürger ein, sich aktiv an der Konzeptentwicklung zu beteiligen, beispielsweise durch die Teilnahme an unserer Zukunftswerkstatt am 24. April oder der Umfrage, welche sie in Kürze in ihren Briefkästen finden werden." Dorfentwicklungskonzepte leben vom Dialog mit den Bürgern vor Ort, der in Zeiten von Corona jedoch nicht in dem Maße darstellbar ist, wie ursprünglich vorgesehen. Vor diesem Hintergrund werden im gesamten Ortsteil Informationsflyer und entsprechende Umfragebögen verteilt. 

Mit der für 2022 angestrebten Anerkennung der Orte als Förderschwerpunkt ist ein Zugriff auf Fördermittel aus dem Programm der Dorferneuerung des Freistaates in den Jahren 2023 bis 2027 verbunden. Über einen Zeitraum von fünf Jahren können die Stadt Gera wie auch Vereine, Unternehmen, Hauseigentümer, Kirchen etc. Zuschüsse für Vorhaben in den historischen Ortslagen der Westvororte beantragen, die dem Dorfentwicklungskonzept entsprechen. Alle Informationen sind zukünftig auch auf www.westvororte.de verfügbar. Hier wird derzeit eine Rubrik zum Thema eingerichtet. Das Förderprogramm zur Dorferneuerung des Freistaates Thüringen wurde seit seiner Einführung in den 1990er Jahren durch die Stadt Gera vielfach in Anspruch genommen, um im Rahmen der Möglichkeiten und als Bestandteil der städtischen Strukturpolitik dörfliche Strukturen und historische Bausubstanz zu erhalten, Wohn-, Arbeits- und Lebensverhältnisse zu verbessern und damit das dörfliche Gemeinschaftsleben zu sichern. Mit verschiedenen Projekten wurden in der Vergangenheit u.a. in Söllmnitz und Großaga öffentliche Bereiche wie Grünanlagen, Straßen und Plätze aufgewertet und eine Vielzahl privater Maßnahmen durchgeführt.

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