Radfahren war seine Leidenschaft
Horst Schild - aktiv bis ins hohe Alter. Foto: Verein
Von Reinhard Schulze
Er zählte zu den Enthusiasten des Radfahrens. Es ging ihm nicht um Medaillen oder sportliche Leistungen. Er wollte einfach in der Gemeinschaft mit seinem Rad unterwegs sein. Nun hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Im Alter von 91 Jahren verstarb am 16. Februar der langjährige Vereinsvorsitzende und seit 2012 Ehrenmitglied des Vereins, Horst Schild.
Bis zum Schluss nutzte er, trotz seiner Krankheit, jede ihm sich bietende Möglichkeit um am Vereinsleben teilzunehmen und stand, soweit es seine Gesundheit zugelassen hat, mit seinem Rad vor der Orangerie, um seine Sportfreundinnen und Sportfreunde ein Stück des Weges zu begleiten. Der RFK „Solidarität" wurde für ihn zu einem zweiten Zuhause; er war, wenn nicht sogar sein Kind, zumindest aber „sein Radfahrverein".
14 Mitglieder konnte Horst Schild im Sommer 1990 für das organisierte Radwandern begeistern und hauchte mit ihnen gemeinsam dem 1895 in Gera gegründeten Arbeiter-Radfahrerklub neues Leben ein. Über 20 Jahre führte er den Verein als Vorsitzender, bis er 2012 den Staffelstab an den jetzigen Vorsitzenden Eckhard Melzer weiterreichte. „Er wird es machen. Das ist der richtige Mann dafür", hat er damals gesagt und sollte damit Recht behalten.
Seit seiner frühesten Jugend war er dem Radwandern zugetan und so zählte er schon vor 1990 als Fahrtenleiter zu den Aktivisten des Geraer Radwanderns und erkundete mit Sportfreunden die nähere und weitere Heimat und selbst in Polen, Tschechien und Ungarn hat er so manche Kilometer hinter sich gelassen. Später dann auch in Frankreich oder Dänemark. Anfangs noch im Rad- und Kraftfahrerbund integriert, initiierte er 1998 den Wechsel zum Thüringer Radsport-Verband und damit zum Bund Deutscher Radfahrer.
Er genoss nicht nur den frischen Wind und die Annehmlichkeiten dieses Sports, sondern investiert auch viel Zeit, hatte immer neue Ideen und bewies dabei großes ehrenamtliches Engagement. So war er Initiator, Mobilisator und Sportorganisator. Ihm ist ein großer Anteil bei der Entwicklung des Radwanderns zuzurechnen, nicht nur in seiner Heimat Stadt Gera, auch darüber hinaus in Thüringen, ja bundesweit. Unvergessen bleibt das Bundesradsport-Treffen in Gera und Bad Blankenburg 2005.
Immer wieder bemühte er sich, zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern den Spaß, die Freude, die Gesundheit, das Naturerlebnis und die Gemeinschaft, beim Radwandern zu vermitteln.
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