Sport

Schweden triumphiert in Rüdersdorf

Zehn Stunden Fußball nonstop bei der Mini-Europameisterschaft: Die Schweden aus Niederndorf und Kaltenborn werden in Rüdersdorf Mini-Europameister 2022. Im Finale pariert Keeper Wetzelson den Neunmeter vom Schweizer Philipp Rehnelt, während die Schweden-Fans jubeln. Im Endspiel gab es eine mehrminütige Spielunterbrechung, nachdem von den Schotten Pyrotechnik gezündet wurde. Fotos: Jens Lohse

Erschienen am 11.07.2022

Von Jens Lohse. Rüdersdorf. Schweden heißt der neue Mini-Europameister 2022. In Rüdersdorf im Rahmen der Festwoche „140 Jahre TSV 1880" behaupteten sich die Skandinavier unter 24 Mannschaften im Finale nach Neunmeterschießen mit 2:1 gegen die Schweiz, nachdem es nach regulärer Spielzeit noch 1:1 geheißen hatte. Mullerson, Bobbyson, Prötison, Moson und Niklasson fielen sich nach dem Abpfiff in die Arme. Torhüter Wetzelson hatte alle drei Neunmeter des Kontrahenten pariert, wurde somit zum EM-Helden. In den blau-gelben Trikots steckten die Kicker aus Niederndorf und Kaltenborn. Angeführt vom Niederpöllnitzer Landesklasse-Kicker Paul Menzel war Schweden im Endspiel durch den erst 15-jährigen Niklas Linz in Überzahl im Nachsetzen in Führung gegangen. Erst kurz vor Abpfiff konnten die Eidgenossen der Glashoch Rangers durch einen direkt verwandelten Freistoß von Philipp Rehnelt ausgleichen, so dass ein Entscheidungsschießen her musste. In dem hatten die Schweizer nicht das richtige Zielwasser getrunken. Marcus Lehnert, Philipp Rehnelt und Dominik Seidel vergaben, so dass ein verwandelter Neunmeter von Paul Menzel ausreichte, um den Triumph perfekt zu machen. „Keiner wollte schießen. Nur die beiden Jüngsten, die Linz-Zwillinge, haben sich außer mir getraut. Jetzt wird gefeiert", strahlte der nervenstarke Siegtorschütze und verschwand erneut im Freudentaumel der zahlreichen gelb-blauen Anhänger, die immer wieder „Die Nummer eins am Bach sind wir!" erklingen ließen und damit den Erlbach meinten. Bei der Siegerehrung gab es für den Mini-Europameister auch noch zehn Eintrittskarten zum Nations League-Spiel Deutschlands gegen Ungarn am 23. September in Leipzig. Rang drei war an Belgien (St. Gangloff/Kraftsdorf) gegangen, das sich im kleinen Finale gegen Polen (Weida) mit 3:2 durchsetzte. Tim Beierlein alias Beierlaini war kurz vor Schluss der Siegtreffer gelungen. „Das war ein anstrengender Tag. Endlich hat mal das Wetter gepasst, was bei den beiden vorherigen Auflagen nicht der Fall war. Zehn Stunden Fußball am Stück zehren. Aber jetzt können wir uns erst einmal ausruhen", meinte der enorm engagiert, aber auch sichtlich erschöpfte Chef-Organisator Tino Linz. Bei der Siegerehrung wurden noch einige Einzelauszeichnungen vergeben. Als bester Spieler wurde eine Frau geehrt. Selina Rolle - diesmal für Frankreich und sonst für Verbandsligist Thüringen Weida aktiv - hatte sichtlich Eindruck hinterlassen. Der beste Torwart kam mit Lars Eulitz vom Team Österreich. Die Torjägerkrone teilten sich für acht Treffer JFC-Nachwuchstrainer Dominik Seidel (Schweiz) und der Pfortener David Scholz (Italien).

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