Sport

Deutscher Meister, 125-Jahr-Feier und Stern des Sports in Bronze

Trotz zahlreichen Einschränkungen – Radfahrklub „Solidarität“ zieht erfolgreiche Vereinsbilanz

Erschienen am 30.04.2021

„Es gibt uns noch, den Radfahrerklub Solidarität, auch wenn vieles seit Monaten ganz anders ist. Solidarität – für uns nicht nur ein Wort in einem Vereinsnamen. Auch in einer Zeit, in der das Sporttreiben fast komplett eingeschränkt ist, steht eine gelebte Solidarität unter uns Mitgliedern an erster Stelle", so Vereinsvorsitzender Eckhard Melzer. Handy, Smartphone, Internet seien dabei zu wichtigen Kommunikationsmitteln geworden. „Wir wollen wissen, wie es den Mitgliedern geht", erzählt der Vorsitzende und verweist darauf, dass der diesjährige Fahrtenplan den Mitgliedern persönlich überreicht wurde. 

Festgehalten wurde auch an der Durchführung der satzungsgemäß festgeschriebenen Mitgliederversammlung mit Wahl des neuen Vorstandes. „In Abstimmung mit dem Landessportbund und dem Stadtsportbund Gera fand diese jedoch ohne Anwesenheit der Mitglieder Ende März/Anfang April digital/schriftlich statt. Über 71 Prozent unserer Mitglieder hatten sich an der online/schriftlichen Abstimmung beteiligt, 51 Prozent wären notwendig gewesen. So konnte auch der bisherige Vorstand entlastet werden", freut sich Eckhard Melzer. 

Einen gewissen Schwung sportlicher und geselliger Euphorie konnten die Mitglieder aus dem Sportjahr 2019 mit in das Jahr 2020 nehmen und zur 125-Jahr-Feier des Vereins voll genießen, denn bereits am Tag darauf folgte dann eine Phase „der Depression", wie es im Rechenschaftbericht heißt. Vereinssport nicht mehr erlaubt. Winterfitness ersatzlos gestrichen. Der Saisonstart auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch das alljährliche Ostertreffen musste abgesagt werden. 2019 noch mit 85 Teilnehmern aus sieben Bundesländern vom Radfahrerklub „Solidarität" organisiert, sollte 2020 in den Teutoburger Wald führen. Mehrtagestouren nach Italien, Polen wie auch das Bundesradsporttreffen in Schwerin fanden nicht statt. Umso intensiver nutzen die Mitglieder die kurze Zeit der Lockerungen für gemeinsame Aktivitäten, darunter die regionalen Radwanderungen dienstags und sonnabends. Auch ohne Bundesradsportreffen, fand eine Radtour nach Schwerin statt, wie auch die Herbsttour durch die Dahlener Heide und das traditionelle Brotbacken.

 Festgehalten wurde auch am Wettbewerb „Deutsches-Radsport-Abzeichen". Nach 2019 mit 16 x Gold, 5 x Silber, 16 x Bronze folgte 2020 16 x Gold, 3 x Silber, 8 x Bronze. Nach 2016 und 2018 wurde der Radfahrerklub „Solidarität" 2019 in der Vereinswertung des Bundes Deutscher Radfahrer zum dritten Mal Deutscher Meister. Mit dem Projekt „Gemeinsam statt einsam" belegte der Verein im Wettbewerb „Sterne des Sports 2020", unter den 28 Teilnehmern Platz drei. Trotz Corona bestätigt sich die Einschätzung von Christian Magiera, ehemaligen Geschäftsführer des Thüringer Radsport-Verbandes, anlässlich der Übergabe des Siegerpokals in der BDR-Vereinswertung 2019: „Der Radfahrerklub ‚Solidarität' ist der beste und erfolgreichste Radwanderverein Deutschlands." 

Dass das so bleibt, dafür will sich der neu gewählte Vorstand mit Eckhard Melzer, Veronika Schmutzler, Jürgen Haertel und Renate Heße einsetzen. Als Revisionsmitglieder wurden wiedergewählt: Margit Melzer und Brunhilde Eichel. Für Eckhard Melzer, als wiedergewählter Vorsitzender, heißt das: „Packen wir es an! Es gibt viel zu tun!". Der Saisonstart ist nun für den Monat Mai geplant. Alle Informationen unter www.rfcgera.de

 

Von Reinhard Schulze

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