Sport

Über 4 Millionen Euro für Radrennbahn

Mit den Fördermitteln aus der Sportmilliarde des Bundes rückt die grundhafte Sanierung der Geraer Radrennbahn und damit auch internationale Wettkämpfe auf dem traditionsreichen Oval näher. Das Foto stammt vom letzten Steher- und Sprinter-Rennen am 8. September 2013. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 27.04.2026| Jahrgang: NG 9/26

Gera (NG). Mit großer Freude hat die Stadt Gera bekanntgegeben, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages letzte Woche die Förderung der Sanierung der traditionsreichen Geraer Radrennbahn in Höhe von 4,1 Millionen Euro aus der sogenannten „Sportmilliarde" beschlossen hat. Diese Förderung ist ein Beweis für das Vertrauen in die sportliche Bedeutung dieser Sportstätte sowie der Geraer Vereine. „Die Unterstützung des Bundes ermöglicht es uns, die Radrennbahn auf ein neues Niveau zu heben und wieder zu einem Ort internationaler Wettkämpfe und sportlicher Exzellenz zu machen", erklärte Oberbürgermeister Kurt Dannenberg. „In diesem Zusammenhang sprechen wir besonderen Dank der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Kaiser (SPD) aus. Durch ihr unermüdliches Engagement in Berlin, hat sie in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung maßgeblich dazu beigetragen, dass diese wichtige Förderung möglich wurde. Für die Sanierung der Radrennbahn hat die Stadt Gera Jahrzehnte gekämpft."
Die geplanten Sanierungsmaßnahmen sind vielfältig und zukunftsweisend: Sie umfassen die Errichtung einer neuen Fahrbahn aus Stahlbeton mit spezieller Beschichtung, den Bau wettkampfgerechter Bahninnen- und Außenbänder, moderne Bahnbeleuchtung, eine neue Beschallungsanlage sowie attraktive Aufenthaltsflächen im Bahninnenraum. Die Sitztribüne wird auf circa 1.400 Plätze erweitert und modernisiert. Ziel ist es, die Radrennbahn nicht nur wiederherzustellen, sondern sie zu einem internationalen Aushängeschild für den Radsport in Deutschland zu machen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, und die Entwurfsplanung, die bereits vorliegt und vom Weltradsportverband UCI geprüft wurde, schafft die Grundlage für die nächsten Schritte.
Die Radrennbahn in Debschwitz ist seit 1957 ein zentraler Ort für den Geraer Radsport und hat Olympia-Teilnehmer und Profi-Sportler hervorgebracht. Mit der Sanierung wird diese Tradition fortgesetzt und gestärkt. Die Investition in die Radrennbahn ist ein klares Signal: Gera ist eine Sportstadt, die Gemeinschaft, Teilhabe und sportliche Exzellenz aktiv stärkt. Die Förderung der Radrennbahn ist dabei ein wichtiger Baustein, um den Stellenwert des Sports in der Stadt nachhaltig zu sichern.
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)" stellt in mehreren Projektaufrufen insgesamt eine Milliarde Euro für die Modernisierung und den Erhalt kommunaler Sportstätten bereit. Ziel ist es, den Sanierungsstau zu beseitigen, die Sportinfrastruktur zu verbessern und Gemeinschaftsräume zu stärken. Förderfähig sind diverse Maßnahmen, von energetischer Sanierung bis hin zur Modernisierung von Sportanlagen – mit Förderhöhen zwischen 250.000 und acht Millionen Euro.
Auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner äußerte sich zum Thema: Mit der Aufnahme der Radrennbahn Gera in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten" erhält Gera mit der heutigen einstimmig gefällten Entscheidung des Haushaltsausschusses dringend benötigte Mittel für eine seit Jahren überfällige Modernisierung. Auch Brandner hatte sich im parlamentarischen Verfahren gemeinsam mit den Haushaltspolitikern der AfD-Bundestagsfraktion intensiv für die Berücksichtigung des Vorhabens eingesetzt. Die Aufnahme in das Programm ist ein bemerkenswerter Erfolg: Beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung waren 3.684 Interessensbekundungen mit einer beantragten Fördersumme von mehr als 7,5 Milliarden Euro eingegangen – verfügbar sind im Projekt jedoch nur 333 Millionen Euro. Das Programm ist damit um das 23-fache überzeichnet.
„Dass sich die Radrennbahn Gera in einem derart überzeichneten Verfahren durchgesetzt hat und knapp 4,4 Millionen Euro Fördermittel erhält, ist ein großer Erfolg für meine Heimatstadt. Darüber freue ich mich sehr. Es ist gut für unser Gera, dass diese Mittel nun fließen werden, denn die Sanierung ist für Vereinsleben, Leistungs- und Schulsport von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig muss klar gesagt werden – und das räumt auch die Bundesregierung in ihrer eigenen Pressemitteilung ein: Die Förderung von Sportstätten liegt in der Zuständigkeit der Länder und Kommunen. Dass sie überhaupt nötig sind, liegt auch daran, dass Länder und Kommunen durch Bundesgesetze und politisch verursachte Belastungen – allen voran die Folgekosten der ungesteuerten Migration – finanziell ausgequetscht werden. Wer den Kommunen erst die Luft zum Atmen nimmt und ihnen dann Almosen reicht, kuriert Symptome, statt Ursachen zu beseitigen. Die AfD in Regierungsverantwortung wird die Ursachen bekämpfen", erklärt Stephan Brandner.

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