16. November 2021

Die rote Kapelle

"DIE ROTE KAPELLE" , von Carl-Ludwig Rettinger, flimmert am Dienstag, 16. November, 20 Uhr, über die Leinwand im Clubzentrum Comma.

Die „Rote Kapelle" war eines der wichtigsten Widerstandnetze in Nazideutschland. Dass ihr Andenken nach dem Krieg verfälscht wurde, liegt nicht zuletzt an der medialen Aufarbeitung ihrer Aktivitäten. Anfang der 1970er Jahre wurden sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR gleichzeitig zwei große Filmprojekte auf den Weg gebracht. Beide Filme erzählen jeweils nur die halbe Wahrheit. Denn ehemalige Gestapo-Leute auf der einen und die Stasi auf der anderen Seite haben die Darstellung entscheidend beeinflusst: hier eine fiebrige Agentenstory mit roten Spionen und Hochverrat, da ein heroisches Widerstandsdrama.
Um die realen Aktivitäten der „Roten Kapelle" zu beleuchten und gleichzeitig die historische Verzerrung ihres Andenkens in Ost- und Westdeutschland zu hinterfragen, werden in diesem Dokumentarfilm Ausschnitte aus beiden Filmen zu sehen sein. Ergänzend kommen heutige Protagonisten zu Wort, darunter Kinder und Enkel beteiligter Personen, an den Schauplätzen des Geschehens. 

Interessanterweise wurden auch einige Spielfilm-Szenen an diesen realen Orten gedreht. Erst heute also, auf Basis aktueller historischer Recherchen, kann die dramatische Geschichte mithilfe von Filmausschnitten und Aussagen von Nachfahren und Historikern umfassend erzählt werden. Die Geschichte des Widerstands der „Roten Kapelle" ist damit aktueller denn je.

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