Wirtschaft

Vier Generationen Geraer Straßenbahnen

Foto: Anne Garich

Erschienen am 16.09.2026| Jahrgang: NG 19/26

Gera (NG). Ein langjähriges Zukunftsprojekt wird sichtbar: Mit der offiziellen Inbetriebnahme der neuen TINA-Straßenbahnen am 28. August beginnt für die GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera mbH eine neue Ära. Die Fahrzeuge werden das Straßenbild Geras mitprägen und bilden zugleich eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Nahverkehrsangebots. Rund 49 Millionen Euro investiert die GVB gemeinsam mit ihren Fördermittelgebern und Finanzierungspartnern. Bereits 2018 begann die GVB mit einer umfassenden Markterkundung. Ziel war es, eine Fahrzeuggeneration zu finden, die optimal zu den Anforderungen des Geraer Straßenbahnnetzes passt und den Fahrgästen langfristig mehr Komfort und Barrierefreiheit bietet. TINA steht für Total Integrierter Niederflur-Antrieb. Es folgte ein mehrjähriger Beschaffungsprozess. Nach der europaweiten Ausschreibung im Februar 2023 erhielt Stadler im November den Zuschlag. Rund zwei Jahre und vier Monate später stand die erste TINA auf den Gleisen in Gera. Allein bei der GVB wurden rund 15.000 Projektstunden investiert – das entspricht nahezu neun Arbeitsjahren einer Vollzeitkraft. Hinzu kamen umfangreiche Leistungen zahlreicher Planungsbüros, Dienstleister und Projektpartner. Am 5. März 2026 erreichte die erste TINA auf dem Schienenweg den Bahnhof Gera-Zwötzen. Sobald ausreichend lange Fahrzeuge insbesondere für die Linie 3 zur Verfügung stehen, soll im Jahr 2027 der ganztägige 7,5-Minuten-Takt eingeführt werden. 

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