Sport

Vier Sieger aus vier verschiedenen Schulen

Unter den 44 Jungen aus den dritten Klassen von sechs Geraer Grundschulen war Rostyslav Vorobiov (ganz oben mit Rucksack) von der Lusaner Erich-Kästner-Grundschule der schnellste. Fotos: Jens Lohse

Erschienen am 24.06.2026| Jahrgang: NG 13/26

Von Jens Lohse Gera (NG). Heiß her ging es beim 19. Olaf-Ludwig-Pokal der Geraer Schulen auf der Radrennbahn in Debschwitz. Trotz einiger vom Himmel fallender Regentropfen konnten die Dritt- und Viertklässler wieder das 500 m-Zeitfahren auf dem altehrwürdigen Oval bestreiten. Heike Schramm und ihre Helfer vom SSV Gera 1990 hatten alle Hände voll zu tun, um es jedem der 188 Starter zu ermöglichen, zwei Runden auf dem Rennrad zu absolvieren. 

Die Schulsportkoordinatoren Steven König und Stefan Kneisel - unterstützt von Ruheständler Thomas Schmohl - hatten sogar 231 Voranmeldungen entgegengenommen. Mit der Zwötzener Schule, der Saarbachtalschule, der Erich-Kästner-Grundschule, der Grundschule Otto Dix, der Bergschule und der Entdecker-Gemeinschaftsschule waren sechs städtische Bildungseinrichtungen am Start. Die weiterführenden Schulen hatten die Organisatoren wegen mangelnden Interesses in den Vorjahren aus dem Wettkampfprogramm gestrichen. 

Nicht fehlen durfte natürlich Olaf Ludwig. Der Geraer Ehrenbürger, Straßen-Olympiasieger von 1988 und Friedensfahrt-Rekordetappengewinner ließ es sich trotz vollem Terminkalender nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein. Der 66-Jährige nahm nicht nur alle Siegerehrungen vor, sondern musste auch zahlreiche Autogramme auf T-Shirts, Helme und Trinkflaschen schreiben. Übers Wetter war er nicht ganz glücklich. „Es ist schon schade, wenn die Kinder solch einem Tag entgegenfiebern und dann regnet es immer mal. Aber der Radsport ist eine Freiluftsportart. Da muss man mit allem rechnen. Ich kann mich an eine Friedensfahrt-Etappe im Mai 1984 von Zwickau nach Most in Tschechien erinnern. Da ging es über Oberwiesenthal und am Fichtelberg haben die Zuschauer mit Skiern gestanden", verriet Olaf Ludwig. Seine größten Siege flimmerten in den Vereinsräumen des SSV Gera 1990 über den Bildschirm und immer wieder saßen Dritt- und Viertklässler vor dem Fernseher und schauten den Übertragungen aus vergangenen Tagen interessiert zu. 

Die schnellsten Beine des Tages beim 500 m-Zeitfahren hatte ein Viertklässler. Finn Artur Kubiciel von der Zwötzener Schule siegte in 54,81 Sekunden und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Bei den gleichaltrigen Mädchen setzte sich Milena Schären von der Untermhäuser Otto-Dix-Grundschule durch, die auch im Ergometer-Wettbewerb mit 60,4 km/h die Nase vorn hatte und dort auch alle Jungen hinter sich ließ. Bei den Drittklässlern gewannen Rostyslav Vorobiov (Erich-Kästner-Grundschule) und Emma Lippold (Entdecker-Gemeinschaftsschule) beim Zeitfahren. „Ich bin Triathletin, habe ein eigenes Rennrad zu Hause. Bei meinem ersten Start beim OlafLudwig-Pokal wollte ich unbedingt Erste werden", erzählte die Neunjährige nach der Siegerehrung. 

Der Olaf-Ludwig-Pokal für die bestplatzierten Schulen ging die Erich-Kästner-Grundschule (3. Klasse) und die Otto-Dix-Grundschule (4. Klasse). Die 100 Euro-Prämien für die Schulen mit den meisten Teilnehmern nahmen die Saarbachtalschule und die Zwötzener Schule entgegen.

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