„Von allem etwas – aber von uns!“
Antje Hering, Ingbert Dimmer, Ute Albrecht, Wulf Gruber, Ute Hädrich, Wolfgang Gellert, Jens Petri und Willi Hering zeigen einige ihrer künstlerischen Arbeiten. Foto: Reinhard Schulze
Von Reinhard Schulze Das Zusammentreffen von Claudia Kirtzel, Leiterin der Begegnungsstätte „Eichenhof" in Gera-Lusan, und dem ehemaligen Kunsterzieher am Zabel-Gymnasium, Wulf Gruber, sollte sich als ein Glücksfall erweisen. Claudia Kirtzel war begeistert von der Idee, im Begegnungszentrum eine Ausstellung zu etablieren. Künstler aus der Umgebung von Gera sollten hier Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich machen können. Als Kurator gelang es Wulf Gruber, zahlreiche Künstler für diese Idee der Präsentation ihre Arbeiten zu gewinnen. Inzwischen wechseln mehrmals im Jahr die Ausstellungen und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler treffen sich zu diesem Ereignis bei Kaffee und Kuchen. Dabei kommt man ins Gespräch, tauscht Erfahrungen aus und betrachtet diese Zusammenkünfte als einen Gewinn für die eigene Arbeit.
So wurde der Wunsch geweckt, einmal gemeinsam auszustellen. Unter dem Motto „Von allem etwas – aber von uns!" sollte jeder sein Motiv, seine Maltechnik und das Format frei wählen. Aus den eingereichten Arbeiten wurden danach gemeinsam die entsprechenden Bilder ausgewählt und miteinander an die Wände gebracht. Leider konnte man nur eine kleinere Anzahl von Arbeiten zeigen, weil der Platz im Eichenhof limitiert ist. Ganz sicher wären es drei oder gar vier Ausstellungen geworden.
Da präsentiert Ute Albrecht ihre ganz persönliche Art des Aquarellierens, wenn in ihren Stillleben die Farbfläche den Gegenstand in der Manier des Kubismus entwickelt. Wenn die Farbe aber eingesetzt wird, den Betrachter in die Welt des Künstlers mitzunehmen, dann sind die Arbeiten von Ingbert Dimmer, Stadtansichten von Gera, repräsentativ. Wolfgang Gellert und Ute Hädrich zaubern mit ihren Bilder eine ländliche Idylle, die den Betrachter in seine Kindheit zurückführt und zum Träumen bringt. Staunend stehen wir vor einem Porträt, das uns entgegen leuchtet in altmeisterlicher Manier, mit einer Verneigung vor Gustav Klimt, gemalt von Georg Klostermann.
Jens Petri zeigt in einem tanzenden Paar, wie Farbe Ideen und Vorstellungen transportieren kann, und der Betrachter hineingezogen wird in das Bildthema. Dass man auch mit dem Computer künstlerisch unterwegs sein kann, zeigt Wulf Gruber, der zwei Zeichnungen von Geraer Türmen, in Computergrafik verwandelt. Antje und Willi Hering widmen sich zum einen der abstrakten Farbgestaltung und zum anderen der sehr detaillierten und zarten farbigen Zeichnung einer Pflanze. Dabei fühlt man sich doch irgendwie an Albrecht Dürer erinnert, der auch ein Stück Gras für abbildenswert hielt. Zu sehen sind die Arbeiten bis Anfang Oktober: montags bis donnerstags von 10 bis 16 und freitags von 10 bis 14 Uhr.
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