Kultur

Von Fabelwesen, Tänzern und der Filmstadt Gera

Freuen sich auf viele Gäste in den Ausstellungen 2026: Kulturamtsleiter Felix Eckerle mit den Leitern der Geraer Museen, Anne-Kathrin Segler (Museum für Angewandte Kunst), Konrad Kessler (Stadtmuseum), Holger Saupe (Kunstsammlung Gera) und Andreas Gerth (v.r./Museum für Naturkunde). Foto: Wolfgang Hesse

Erschienen am 19.01.2026| Jahrgang: NG 2/26

Von Wolfgang Hesse

Gera (NG). Noch sind die laufenden Schauen, wie „Karl Weschke" oder „Die 80-er Jahre" gut besuchte Attraktionen in Geras Stadtmuseum. Welche Höhepunkte sind für das Jahr 2026 in Geras Museen geplant?
Eine sehenswerte Schau ab dem 2. April wird alle Filmfreude ansprechen. „Filmstar Gera" erzählt, wie sich unsere Stadt in den letzten 30 Jahren als Drehort und Kulisse in mehr als einem Dutzend Filmen präsentieren konnte. „Insbesondere das KuK, das schon als Flughafenkulisse Warschau oder Paris zu sehen war, wird immer wieder gern mit der Darstellung der DDR, wie etwa im Film ‚In einem Land, das es nicht mehr gibt', in Verbindung gebracht", weiß Kulturamtsleiter Felix Eckerle. Zuletzt waren in der DDR-Komödie „Zwei zu eins" mit Sandra Hüller Kulissen aus Gera zu sehen. Gedreht wurde in Lusan, im Schloss Tinz und auf einer Grünfläche in der Amthorstraße. Filmausschnitte, Originalrequisiten und Berichte von Geraer Komparsen belegen das filmisch in Szene gesetzte Gera.
Am 20. Juni geht es mit Fotografie rund um das Thema Film weiter. Dem Filmemacher und Fotografen Peter Hartwig ist eine Personalausstellung im Stadtmuseum gewidmet. Seine emotionalen Arbeiten entstanden am Filmset. Einige Arbeiten sind im Laufe der intensiven Zusammenarbeit mit dem Geraer Regisseur Andreas Dresen (Gundermann) entstanden.
Unter dem Fokus „Thüringer Theaterjahr 2026" steht eine weitere Ausstellung zur darstellenden Kunst unter dem Motto „Bravo Gera!". Ab dem 8. Mai ist diese in der Orangerie zu sehen. Zwischen 1925 und 1926, also vor 100 Jahren, arbeitete Yvonne Georgi als Ballettmeisterin am Geraer Theater. Ihre avantgardistischen Choreografien setzten Maßstäbe im modernen Ausdruckstanz. Viele ihrer engagierten Künstler von damals wurden später gefeierte Tänzer oder Ballettdirektoren in vielen Teilen der Welt.
Gleich zweimal geht es museal um Tiere. Das Naturkundemuseum begibt sich ab 2. Oktober unter dem Motto „Fabelhafte Tiere" auf die Suche nach menschlichen Eigenschaften, die Tieren in Fabeln und Märchen zugeschrieben werden. Was davon jedoch stimmt, beweisen naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die den Fabelwesen gegenübergestellt werden.
„Wie Hund und Katz" heißt die Schau im Otto-Dix-Haus. Sie zeigt wie Künstler, unter anderen der Katzenliebhaber Otto Dix, ihre Haustiere dargestellt haben. Ab dem 1. März sind hier besonders die jungen Museumsbesucher eingeladen, diese facettenreichen Tiermotive zu erkunden.
Ein Wiedersehen mit den Figuren aus dem Puppentheater Gera ist ab dem 3. Oktober in der vierten Ausstellung zum Thüringer Themenjahr „Theater" im Stadtmuseum geplant. Die Reise durch die Jahrzehnte an der „Geraer Puppenbühne" bringt Handpuppen und Marionetten zurück in die Öffentlichkeit, darunter auch die Figuren aus „Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal. Diese Schau ist eine Kooperation mit dem Theater Altenburg Gera.
Im Museum für Angewandte Kunst (MAK) sind ab 28. April Exponate aus der Sammlung des Unternehmers Hans Wilhelm Behrens zu sehen, die sich im Bestand der Kunstsammlung Gera befinden. Es ist eine der wenigen noch erhaltenen bürgerlichen Kunstsammlungen aus der Zeit um 1900 und soll deshalb im Ferberschen „Bürger"-Haus gezeigt werden.
Höhepunkte 2026 werden neben der Museumsnacht, am 22. August, die Ausstellung zum 15. Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie sein. Die Bewerbung für Berufs- und Amateurfotografen endet am 25. Januar. Die Jury wird drei Hauptpreise und einen Amateurpreis ausloben. Die Arbeiten der Preisträger sind vom 23. September im MAK zu sehen.

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