Von Jubiläum zu Jubiläum
Auf Quickly verbucht Lokalmatadorion Lena Gehrt vom RFV Pölzig und Umgebung beim M*-Springen mit Stechen beim 40. Pölziger Reit- und Springturnier einen Abwurf.
Von Jens Lohse
Gera (NG). Von Jubiläum zu Jubiläum eilt man man derzeit beim Reit- und Fahrverein Pölzig und Umgebung. Feierte man im Vorjahr „100 Jahre Reitsport in Pölzig", rief der Veranstalter diesmal zum 40. Pölziger Reit- und Springturnier. Die Resonanz darauf war überwältigend. Mehr als 500 Nennungen verbuchten die Organisatoren, was den angedachten Zeitplan aufgrund zahlreicher Nachmeldungen etwas aus den Fugen geraten ließ.
Sportliche Höhepunkte des Wochenendes waren die beiden M*-Springen. In der Punktespringprüfung am Sonnabend erreichten nur zwei Reiter-Pferd-Paare die angedachte Idealpunktzahl. Der Sieg ging an Lina Michalik (RV Börnichen) auf Mable, die deutlich schneller als Henriette Müller (RFV Zeitz-Bergisdorf) auf Little Highness unterweg war. Rang drei holte sich Lokalmatadorin Lena Gerth (RFV Pölzig), die auf Quickly vier Punkte liegengelassen hatte. Außerdem hatte die 23-jährige Wirtschaftsinformatik-Studentin mit ihrem 13-jährigen Wallach in den L-Prüfungen des Turniers einen ersten und einen dritten Platz abgeräumt.
Im M*-Springen mit Stechen am Sonntag wollte sie nochmals die ansteigende Form unter Beweis stellen. Doch daraus wurde nichts. Ein einfacher Fehler an Hindernis sieben ließ eine Stange fallen, so dass angesichts sechs fehlerfreier Rtte der Konkurrenz auch das hohe Tempo der Pölzigerin nichts nutzte. „Trotz des einen Abwurfs bin ich sehr zufrieden. Bei Quickly ist der Name Programm. Wir können nicht langsam. Das Wochenende hat gezeigt, dass es wieder aufwärts geht", verriet Lena Gerth, die in Merkendorf mit einem Sieg im M*-Springen stark in die Saison gestartet war, danach aber bei den angedachten M**-Prüfungen mit Qickly nicht wie gewünscht zurecht kam, weshalb beide erst einmal eine Pause einlegten und langsam wieder begannen.
Der Prüfungserfolg ging an Thomas Ulrich vom Pölziger Partnerverein RFV Alsenborn aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Kaiserslautern auf dem 15 Jahre alten Pirovano. Der 60-jährige Routinier hatte mit seinem Pferd zwei fehlerfreie Umläufe absolviert und im Stechen mit engen Wendungen viel Zeit herausgeholt. „Hier kann man nicht null reiten", hatte der Altmeister vor dem Springen noch geäußert, bevor er sich selbst eines Besseren belehrte. „Im L-Springen sind mir mit Pirovano bei höherem Tempo drei Fehler unterlaufen. Danach haben wir uns wieder umgestellt. Ich war drei Monate verletzt. Pirovano fehlt etwas Training. Pölzig war unser erstes Turnier in diesem Jahr. Dass es so gut läuft, damit hatte ich nicht gerechnet", freute sich Thomas Ulrich, der bei allen 35 Turnieren, die der RFV Alsenborn in Pölzig besucht hat, mit von der Partie war. Ebenfalls fehlerfrei im Stechen war Ralf Spörke (RFV Flarchheim) auf dem erst siebenjährigen Ataman geblieben. Lediglich 0,72 Sekunden fehlten zum Erfolg. Rang drei ging an Thomas Krauße (RFV Langenbernsdorf) auf Lesley.
Für gute Ergebnisse sorgten auch andere Pölziger Reiter. Lara Ludwig landete in der Kombinierten Prüfung Klasse A auf ihren Pferden Cinderella und Braaklander Daisy einen Doppelerfolg. Im Springreiter-Wettbewerb ordnete sich Julian Gentzsch auf Saari ebenso auf Rang zwei ein wie im abschließenden Stilspring-Wettbewerb. Sissy Fraatz wurde auf Herzblatt in der Reitpferdeprüfung Dritte, was auch Aileen Breitkreutz auf Arizona in der Stilspringprüfung Klasse A* schaffte. Für den RV Gera/Thüringen gewannen Saskia Fränze Wenke auf Rosalie Rose die Reitpferdeprüfung und Jasmin Dehn auf Donatella den Dressur-Wettbewerb.
Einen großen Dank zollte Kathrin Gerth vom Organisationsteam nicht nur den 70 Vereinsmitgliedern, die an beiden Tagen im Einsatz waren, um das Jubiläumsturnier abzusichern, sondern auch dem Landwirtschaftsbetrieb Fraatz, der seit vielen Jahren den Turnierplatz kostenlos zur Verfügung stellt, beim Besanden hilft und mit seiner Technik das Herrichten der Anlage unterstützt.
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