Von Rote-Bete-Brot bis Feta-Spinat-Brötchen
Thomas Beyer vom Backofenbau Schuster in Oelsnitz übergibt symbolisch mit den ersten Broten die neue Backofenstrecke für die SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik.
Von Jens Lohse
Gera (NG). „Herzlich willkommen in unserer Backstube! Heute ist ein historischer Tag", so begrüßte Saskia Nörenberg, Schulleiterin der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gesuso in Gera, die Gäste, die zur feierlichen Einweihung der neuen Backofenstrecke gekommen waren.
Die neue Anlage, die von Thomas Beyer vom Backofenbau Schuster in Oelsnitz im Vogtland eingebaut wurde, verfügt in drei Etagen über jeweils fünf Herde mit Touch-Control-Steuerung zur individuellen Regelung. Die Modernisierung war nach 30 Jahren dringend erforderlich, um weiterhin Ausbildungsinhalte zeitgemäß vermitteln zu können. Die Bäcker des dritten Ausbildungsjahres versuchen sich als „Bäcker der ersten Stunde", probierten gleich zum Start der Backofenstrecke neue Rezepte aus.
Rote-Bete-Brot, Schoko-Erdnuss-Brot, Feta-Spinat-Brötchen und ein mediterraner Twister mit Pesto schlummerten in den beleuchteten Öfen. Frank Rühling, Amtsleiter Bildung bei der Stadt Gera war zur Einweihung der 35.000 Euro teuren Backofenstrecke persönlich vor Ort. „Wir stehen im permanenten Austausch mit der Schule. Der große Erneuerungsbedarf ist erkannt. Wegen der Wirtschaftlichkeit haben wir lange auf Reparaturen gesetzt. Aber irgendwann reichen die nicht mehr aus. Als Stadt ist uns die handwerkliche Ausbildung ganz wichtig", meinte der Amtsleiter und outete sich selbst als experimentierfreudiger Bäckerei-Fan.
Bäckermeister Martin Jahn, der für die Bäcker-Ausbildung verantwortlich zeichnet, lobte die neue Anlage: „Das ist nun eine komplett andere Qualität. Der Garraum bringt noch Feuchte, auch wenn man die Tür drei- oder viermal während des Backvorgangs öffnet. Das ist ein sehr schönes Arbeiten. Alle Festprogramme haben wir gelöscht. Die Auszubildenden müssen die Öfen und deren Temperaturen per Hand steuern. Das gehört zur Ausbildung dazu."
Auch Azubi Marten Merkel aus Eisenberg war begeistert: „Bei den alten Öfen gab es zunehmend Probleme mit den Temperaturen und der Zeiteinstellung. Jetzt ist alles viel besser. Die Programme per Hand einzustellen, sollte kein Problem sein. Bis zu den Abschlussprüfungen im Sommer habe ich das im Griff." Während die Premierenbrote und -brötchen anschließend einer kulinarischen Testung unterzogen und für sehr lecker befunden wurden, machten die Verantwortlichen schon das nächste Investitionsobjekt öffentlich.
Die Kühl- und Gefrierschränke sind bereits seit 34 Jahren in Betrieb, werden immer noch mit Ammoniak gekühlt, was zunehmend Probleme bereitet. Der Bedarf seitens der Stadt ist erkannt. Gut möglich, dass man sich in gleicher Runde in nicht allzu langer Zeit zur nächsten Einweihung vor Ort wiedersehen wird.
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