Gesellschaft

Wer anderen hilft, braucht selbst Hilfe

Marina Stüwe (Koordinatorin Service.GEneRAtionen), Hannelore Hauschild (Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Gera), Sandra Wanzar (Dezernentin für Jugend und Soziales) und Günter Domkowsky (Seniorenbeauftragter der Stadt Gera) zur Eröffnung des Aktionstags. Foto: Stadt Gera

Erschienen am 12.06.2024| Jahrgang: NG 12/24

Gera (NG). Die Stadt Gera beteiligte sich in diesem Jahr zum vierten Mal mit einem Aktionstag an der „Thüringer Woche der pflegenden Angehörigen". Am 4. Juni eröffnete Sandra Wanzar, Dezernentin für Jugend und Soziales, gemeinsam mit dem Amt für Gesundheit und Versorgung, der Geraer Volkshochschule Aenne Biermann sowie den Aktionspartnern Betreuungsverein Lebensbrücke e.V., dem Demokratischen Frauenbund, den Evangelischen Frauen für Mitteldeutschland, der OTEGAU Arbeitsförder- und Berufsbildungszentrum GmbH und den Waldkliniken Eisenberg das vielfältige Angebot vor und im Service.GEneRAtionen in der Geraer Innenstadt.
Über 70 Interessierte nutzten den Aktionstag, um sich einerseits über staatliche Unterstützungsleistungen, aber auch über regenerative Aktivitäten zur Resilienz zu informieren. „Die Veranstaltung war für uns ein voller Erfolg. Pflegende Angehörige leisten Tag um Tag Großartiges. Sie kümmern sich meist neben dem eigenen Beruf um eine ihnen nahe stehende Person und entlasten damit zusätzlich das überlastete Gesundheitssystem. ´Die Thüringer Woche der Pflegenden Angehörigen' bietet uns als Stadt eine ideale Plattform, diesen Menschen Anerkennung zu schenken und konkrete Hilfestellung anzubieten", zieht Sandra Wanzar eine positive Bilanz.
„In unserer Stadt sowie in der Region gibt es so viele tolle Träger und Vereine mit Angeboten für eben diese Menschen. Wir als Stadtverwaltung agieren hier als Schnittstelle. Unser Anspruch ist es jedoch nicht nur, Kontakte weiterzugeben, sondern auch Mut und Zuversicht zu vermitteln und mit den Angehörigen direkt ins Gespräch kommen". So könnten die spezifischen Bedarfe und Wünsche der pflegenden Angehörigen gehört und gezielt in die Arbeit der Stadtverwaltung überführt werden.
Insbesondere die Vorträge über Möglichkeiten, die pflegenden Angehörigen zu unterstützen und den Pflegepersonen selbst Entlastung anzubieten, wurden sehr gut besucht. Auch Marina Stüwe, Koordinatorin des Service.GEneRAtionen, freute sich über das große Interesse: „Wir unterstützen den Aktionstag sehr gern und stellen hierfür unsere Räumlichkeiten in der Heinrichstraße zur Verfügung. Die Besucher bedankten sich bei uns insbesondere für die Möglichkeit, mit den Referenten über individuelle Fragen zu sprechen". Auch die teilnehmenden Aussteller zeigten sich beeindruckt von der Tiefe der Gespräche.
Die Woche der pflegenden Angehörigen fand bis zum 9. Juni in ganz Thüringen statt und bot eine Vielzahl von Veranstaltungen für diejenigen Menschen, die zu Hause ihre Angehörigen, Nachbarn oder Freunde pflegen. Organisator ist der Verein „wir pflegen" Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger in Thüringen e.V."

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