„Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!“
Geras OB Kurt Dannenberg pflanzt aus Anlass des Radweg-Jubiläums eine Zitterpappel. Foto: Jens Lohse
Von Jens Lohse Gera (NG). Zehn Jahre gibt es ihn bereits, den Rad- und Gehweg vom Wohngebiet Scheibe über Dürrenebersdorf bis nach Weißig. Für Anwohner, Besucher, Radfahrer und Wanderer hat er eine große Bedeutung und Beliebtheit erlangt. Bis 2016 war es kaum möglich, ohne größere Gefahren zu Fuß oder per Rad von Gera nach Weißig zu gelangen. Mit dem Bau wurden damals alle angrenzenden Wanderwege aktiv miteinander verbunden.
„Nach zehn Jahren bleibt festzustellen, dass dieser Rad- und Gehweg von vielen Nutzern sehr gut angenommen wird und eine durchweg gelungene Maßnahme darstellt", lobte Dr. Ulrich Porst, Ortsteilbürgermeister von Dürrenebersdorf/Langengrobsdorf aus Anlass des zehnjährigen Bestehens.
Schon 2007 hatte eine Einwohnerin von Dürrenebersdorf mit einer Unterschriftensammlung und einem Schreiben an die Geraer Stadtverwaltung erste Aktivitäten für einen Rad- und Gehweg entwickelt. 2013 wandte sie sich an Stadtrat Dr. Ulrich Porst.
Das Projekt nahm Fahrt auf. Im Zuge der Umwandlung der B2 in eine Landesstraße 2015/16 wurde diese ausgebaut und mit dem ersehnten begleitenden Radweg ergänzt, dessen Bau zu 100 Prozent aus Fördermitteln finanziert wurde.
Bei den Feierlichkeiten in Dürrenebersdorf und Weißig war auch Oberbürgermeister Kurt Dannenberg vor Ort: „Als eine der acht Städte in Deutschland über 50.000 Einwohner, die noch selbst investieren können, wollen wir perspektivisch auch unser Radwege-Netz erweitern. Mit derzeit nur 47 Kilometern haben wir in dieser Hinsicht noch einigen Nachholbedarf-" Einen begleitenden Radweg neben der Straße des Friedens zumindest bis zum Dahliengarten und die radtechnische Anbindung des Naturbads Kaimberg an die Stadt habe er besonders im Auge, erklärte Geras Stadtoberhaupt.
Auch Weißigs Ortsteilbürgermeisterin Martina Schmidt freute sich. „Unser Radweg ist mehr als nur Asphalt und Markierung. Er steht für eine leise klimafreundliche Mobilität und wertet unsere Lebensqualität auf. Für viele ist er der Weg zur Kita, zur Schule oder zur Arbeit. Laufgruppen und Spaziergänger nutzen ihn. Anderen dient er einfach zur Erholung, ist Ort für Begegnungen", meinte sie und stellte zugleich die Frage, warum der Radweg in Weißig endet, die Einwohner wünschen sich eine sichere Anbindung an Gorlitzsch und Röppisch. Auch in Richtung Münchenbernsdorf besteht Bedarf. Im Zuge der zahlreichen Erdbewegungen im Rahmen des Baus des SuedOstLinks habe man die Fühler bereits ausgestreckt, meinte die Ortsteilbürgermeisterin, die ihre Ausführungen mit einem Zitat von Dr. Eckart von Hirschhausen schloss: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Radweg!" Das Zitat soll Menschen motivieren, häufiger das Fahrrad zu nutzen.
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