Kultur

25 Jahre Schülerfahrt zur Geraer Hütte

Die Geraer Ruthenen und ihre Begleiter auf der 25. Jubiläumstour zur Geraer Hütte. Foto: privat

Erschienen am 07.10.2022

Gera (NG). Dem vom ehemaligen Schulleiter Dr. Joachim Hensel und Günter Eck 1997 ausgegebenen Slogan, jeder Gersche sollte einmal in seinem Leben zur Geraer Hütte aufsteigen, folgten bis heute etwa 400 Schüler. „Wie schön ist es, jedes Mal zu erleben, wenn junge Leute beim Anblick der Berge ins Schwärmen und Staunen geraten und sich nicht satt sehen können", sagte im persönlichen Rückblick auf 14 Touren die ehemalige Lehrerin Kerstin Hensel. Die Begeisterung übertrug sich auch auf Eltern, die seit Jahren diese deutschlandweit an Gymnasien einmalige Unternehmung aktiv unterstützen, indem sie Urlaub nehmen, auch ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellen, mitfahren und die Lehrer während der Touren begleiten und unterstützen. „Wir möchten stellvertretend deh Herren Klammer, Blutshek, Heinzl, Nestler, Goedicke, Dieminger, Paul und Geithe für ihren Einsatz danken. Ebenso gilt der Dank dem ehemaligen Schüler Falk Müller, der auch noch der Tour 2007 Ewigkeit verlieh, indem er mit Yannick Vornehm einen Film drehte mit dem Titel´Faszination Hütte – Am Rande des Gletschers', mit dem er über Gera hinaus Furore machte. Danken möchten wir auch dem Förderverein des Rutheneum sowie der DAV-Sektion Gera und dem VW-Autohaus Hermsdorfer Kreuz für die Unterstützung", so Sportlehrer Matthias Bauer. Nach Günther Eck, Kerstin Hensel und Monika Gneupel durften Matthias Bauer ab 2009 und Domenica Krödel ab 2014 die Tour weiterführen. Verschiedene kleine und große Schwierigkeiten mussten in den letzten 25 Jahren gemeistert werden. Erinnert sei nur an Wetterextreme wie 2012, als eine Mure die Talstation der Lastenseilbahn zerstört hatte und man das Gepäck nach oben tragen musste. Doch auch damals wurden neben Gepäck und Verpflegung auch die Instrumente für den traditionellen letzten Hüttenabend mitgenommen. Ein Höhepunkt stellte sicher die Tour 2015 dar. Schüler hatten die Idee, den jährlichen Rastplatz oberhalb der Alpeiner Scharte auf 3000 Meter in „Ruthenenrast" zu taufen. Zur 19. Tour wurde das Schild angebracht und so verewigte sich dasRutheneum an diesem Seitengipfel. Die 25. Alpentour 2022 sollte eine besondere Hüttentour werden. 15 Schüler und sieben Erwachsene wanderten auf einem Teil der Peter-Habeler-Runde. Startpunkt war die Jausenstation im Venntal oberhalb des Brennersees. Der erste Aufstieg zur 2693 Meter hochgelegenen Landshuter Europahütte hatte es in sich. Alle Mitstreiter bewältigten die 1500 Höhenmeter bei bestem Wetter in fünf Stunden. Am nächsten Tag ging es bei leichtem Regen zum Pfitscherjochhaus. Gut ausgeruht startete man tags darauf bei aufziehenden Wolken und Nebel zur „Königsetappe". Es ging über die Alpeiner Scharte zur Geraer Hütte. Die oberhalb der Alpeiner Scharte gelegene Ruthenenrast war bei einsetzendem Schneefall nur kurzes Zwischenziel. Mit acht bis zehn Kilo Gepäck auf dem Rücken war die Etappe für alle eine persönliche Herausforderung. Stolz waren alle, nach acht Stunden das Tagesziel erreicht zu haben. Der letzte Tag hielt bei bestem Wetter eine Tagestour zu den Schöberspitzen und zum Ramsgrubner See bereit. „Wir hoffen sehr, dass persönliches Engagement der Lehrer und Eltern und die Begeisterung der Schüler diese langjährige Tradition erhalten können und der Ruf der Berge am Rutheneum nicht ungehört verhallen möge", blickte Sportlehrer Matthias Bauer schon einmal in die Zukunft.

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