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Alle Jahre wieder ...

Seit dem 1. November hat die Weihnachtsscheune in Langenberg wieder geöffnet.

Erschienen am 14.11.2022

Von Harald Frank Jede Saison ist anders, verläßlich ist aber der Kalender. Pünktlich am 1. November startete in Langenberg die traditionelle Weihnachtsscheune. Im Vorfeld gab es durchaus Bedenken, daß die Menschen ihr Geld zusammenhalten und drohende Ausgaben für Energie und Lebensmittel vom Kauf anmutiger Weihnachtsartikel abhalten könnten. Aber der gute Start zertreute diese Bedenken: Offenbar ist Weihnachten, das Fest der Liebe und der Familie, ganz stark emotional verwurzelt. Diese Verwurzelung und der Optimismus und die Hoffnung, die von dem christlichen Fest ausgehen, können die Gewißheit liefern, alle zukünftigen Fährnisse zu überwinden. Die Menschen freuen sich auf Weihnachten und haben gute Laune. Das wiederum freut die ganze Mannschaft in der Weihnachtsscheune. 

Geöffnet ist die Weihnachtsscheune von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 9 bis 16 Uhr, an den Wochenenden im Advent sogar bis 18 Uhr. Und samstags gibt es gratis Glühwein, natürlich das Original vom Nürnberger Christkindl. Parkplätze sind reichlich vor dem Haus und einem baldigen Besuch steht somit nichts mehr im Wege. 

Ein Schwerpunkt liegt ganz klar auf der erzgebirgischen Handwerkskunst. Mario Harnisch, der rührige und quirlige Inhaber, sieht mit Sorge, daß die Beschaffung immer schwieriger wird. In vielen Betrieben steht ein Generationswechsel an, dessen Ausgang ungewiß ist. Viele der Handwerker sind schon lange Rentner. 

Der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden" verliert bei jungen Menschen zunehmend an Attraktivität. Dazu kommen bürokratische Probleme und solche der Materialbeschaffung. Wegen Holzmangels sind manche Bestellungen auf die Hälfte verkürzt worden. Doch davon sollen und werden Besucher und Käufer nichts merken! Die Produktpalette wurde stetig erweitert. Aus dem Erzbegirge kommen z.B.: Pyramiden, Schwibbögen, Nußknacker, Spieldosen, Räucherfiguren (inzwischen ganze Berufssortimente), Engel, Kurrende-Sänger. Tradition ist bei Alt und Jung gefragt. Für viele Hersteller sind einzelne Gestaltungselemente typisch: Gesichter, Füße, Farben. Es gibt aber immer wieder moderne Interpretationen. Trendfarben sind Schwarz und Gold, aber auch Dunkelblau. 

Aus Lauscha kommen die schönsten Glaswaren, darunter viele Sammlerstücke aus Serien, die eine fortwährende Kauflaune wecken sollen. Die Weihnachtsgurke findet immer mehr Freunde: Für kleine Kinder wird die große Gurke im geschmückten Baum versteckt, große Kinder müssen die kleine Gurke finden, um ein besonderes Geschenk zu erhalten. 

Sachsen ist auch der wichtigste Lieferant der Räucherkerzen und verwandter Duftmaterialien. Crottendorf, Knox und Neundorf sind die bekanntesten Marken. Klassische Düfte wie Tanne oder Erzgebirge werden durch neue Erlebnisse bereichert. Und dann gibt es noch, ohne eine ausgewogene oder gar vollständige Aufzählung zu erreichen: künstliche Weihnachtsbäume, Baumbehang, Beleuchtung, Türkränze, viele Dinge zum selber Basteln, Kostüme für den Weihnachtsmann, Mäntel, Bärte, Kerzen und Weihnachtsstumpen. Das Sortiment der Firma Traumlicht aus Bad Köstritz darf keinesfalls vergessen werden zu erwähnen. 

Qualität hat wie immer und überall ihren Preis, bietet aber auch einen dauerhaften Wert und generationenübergreifende Freude. Wer Liebe zum Detail hat und echte Handwerkskunst schätzt, wird in der Langenberger Weihnachtsscheune gewiß fündig. 

Das Team um Mario Harnisch freut sich auf Sie. Bis zum 31. Dezember. In der Langenberger von-Ossietzky-Straße.

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