Gesellschaft

Der Club, der von sich reden macht

Auf der Jubiläums-Zusammenkunft Mitglieder und Vorstand des Lions-Clubs mit OB Julian Vonarb (l). Foto: Club

Erschienen am 25.07.2023

Von Harald Baumann 

Eigentlich ist es eine Art Verein, nennt sich aber Club und hat sich den markigen Titel „Lions", die Löwen, gegeben und gehört einer weltweit aktiven Wohltätigkeitsorganisation an. Das Lions-Leitmotiv ist „We serve", also „Wir dienen". Treffender ist die deutsche Bezeichnung „Stets dem Helfen verpflichtet". 

Gegenwärtig begeht der Geraer Lions-Club sein 30-jähriges Bestehen – erfolgreich, wie man getrost sagen darf. Gegründet worden war die Vereinigung am 29. Juni 1993. Geburtststätte: das damalige Geraer Dorint-Hotel. Die Initiative ging von einer in Gera und der Region bekannten aktiven Persönlichkeit aus, dem Verleger Erhard Lemm, gemeinsam mit dem späteren Gründungspräsidenten Roland Geiling. Pate war der Lions-Club Frankfurt/Main Flughafen. 

Und was steht in den 30 Jahren zu Buche? Im Jubiläumsjahr können sich die derzeit 24 Club-Mitglieder mit Lorbeer schmücken. Wie uns der bisherige Präsident Andreas Ettel (in seiner Amtszeit sowie zuvor und danach hat „Neues Gera" mehrfach über Club-Aktivitäten berichtet) und sein Nachfolger Andreas Knolle informierten, hat sich die Zahl der Projekte auf inzwischen über 500 erhöht. Was muss man sich unter diesem Sammelbegriff vorstellen? 

Die Lions fühlen sich, so betonen die Chefs, dem Helfen verpflichtet und haben Jahr für Jahr soziale, kulturelle, sportliche und musische Aktionen unterstützt, vor allem im Kinder- und Jugendbereich, meist mit Spendengeldern. Als Beispiele: Förderung der Musikschule „Heinrich Schütz" Gera, der Jugendfeuerwehr, der Theaterfabrik, der jungen Radsportler und Rollschnellläufer, Orgelerneuerung in der Trinitatiskirche, Unterstützung der Kinderhilfsorganisation in Gera, der Musikerziehung am Gymnasium Rutheneum, so mit einem Blüthnerflügel, und manches mehr. 

Zum finanziellen Engagement der Lions gehören zwei stadtbildprägende Skulpturen des Wünschendorfer Bildhauers Volkmar Kühn: der Löwe, das Wappentier Geras, vorm Stadtmuseum und die Ikarus-Bronzeplastik am Rutheneum. Der Club hat sich auch beim Thema Augengesundheit und der Unterstützung Hilfsbedürftiger engagiert. Gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband wurden etwa 10.000 Alt-Brillen gesammelt, die, fachlich aufbereitet, ärmere Länder, zum Beispiel in Afrika, erhielten. Bei dieser Aktion an der Spitze: Dr. med.Matthias Hager. Einen Großteil der Spenden erlösen die Lions aus einem Stand auf dem Geraer Weihnachtsmarkt („Punschbude"). 

Das 30-jährige Jubiläum nahm der Verein zum Anlass für eine festliche Zusammenkunft. Treffpunkt war der Gründungsort, der sich jetzt Victor's Residenzhotel nennt. Es gab die turnusmäßige Übergabe der Präsidentschaft. Andreas Ettel, Betreiber der Zentral-Apotheke am Puschkinplatz, reichte für ein Jahr den Staffelstab weiter an Andreas Knolle, Manager bei der Allianz-Versicherung. 

Übrigens: Höhepunkt des Lion-Jahres 2023/24 soll am 25. November die traditionelle Gala sein. Geplant als neuer Ball-Ort ist das Mercedes Autohaus in der Siemensstraße. Das Motto ist Programm: „30 Jahre Lions-Club Gera – Es geht aktiv weiter!". Na klar, was sonst. Die Lions sind aus dem gesellschaftlichen Leben Geras einfach nicht mehr wegzudenken!

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