Gesellschaft

Kinder säubern ihren Stadtteil

Zwischen Volkshaus und Bahndamm unterwegs: Drei Tage beschäftigen sich die Kinder der Zwötzener Grundschule in Projekttagen mit dem Themen Konsumverhalten, Recycling und Müll. Aus Anlass der World CleanUp Days am 17. September waren sie selbst unterwegs, um ihren Stadtteil sauberer zu machen. Fotos (4): Jens Lohse

Erschienen am 21.09.2022

Von Jens Lohse Gera. 

Nicht in der „Fridays for Future"-Bewegung sondern beim Müllsammeln vor Ort in der Woche engagierte sich die Zwötzener Grundschule dieser Tage. Anlässlich des World CleanUp Days und des Thüringer Freiwilligentags am 17. September veranstaltete die Bildungseinrichtung mit allen Klassen Projekttage zum Thema „Konsumverhalten, Recycling und die Bedeutung von Müll in unserer Umwelt". Als praktischer Höhepunkt ging jede Klasse entweder auf dem Schulgelände oder in der näheren Umgebung der Schule Müllsammeln. „Viele haben uns geholfen. Mit dieser Resonanz haben wir nicht gerechnet. Die Kinder waren begeistert bei der Sache", freute sich Schulleiterin Birgit Lippold. Der Bauhaus-Baumarkt stellte 15 Plaste-Eimer bereit. Die GUD lieh zehn Greifer und Handschuhe aus. Die Firma AdHoc stellte einen Scheck über 250 Euro zur Verfügung, um weitere Aufwendungen finanziell abzufedern. Die GUD und der AWV Ostthüringen stellten einen kostenlosen Container auf. Der Schulförderverein war in erster Reihe dabei. Auch die Ehrenamtszentrale unterstützte. Auf die Frage, ob es eine besondere Belohnung für die Kinder geben würde, wenn sie Flächen von Müll beräumen, antwortete die Direktorin: „Dass es hinterher sauber ist, ist doch Belohnung genug.
Darüber freut sich jeder. Wir wollen es schön haben im Schulgelände und darüber hinaus. Die praktischen Erfahrungen dabei sollen die Schüler für die Zukunft prägen." Ausgerüstet mit Warnwesten begaben sich die Klassen dann in die nähere Umgebung. Zuerst wurde das Schulgelände gesäubert, dann der angrenzende Park mit dem Spielplatz, die Umgebung des Volks-hauses Zwötzen und des Penny-Markts. Später ging es auch zum alten Bahndamm. Auf den Gleisen fahren zwar schon länger keine Züge mehr. Der Anteil an Abfällen ist vor Ort aber nicht kleiner geworden. Hinzu kommen immer wieder Kupferkabel-Diebe, die das wertvolle Metall stehlen, die Gummi-Ummantelung und die Papierreste in der Natur zurücklassen. Den gesammelten Müll brachten die Erst- bis Viertklässler zur Schule zurück und trennten diesen dort. Vielleicht folgen in den nächsten Jahren auch andere Schulen dem Beispiel der Zwötzener.

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