Kultur

Neues vom Posthumus-Denkmal

Alles Vorarbeiten für den Guss in Dresden. Foto: Manfred Taubert

Erschienen am 14.11.2023| Jahrgang: NG 23/23

Von Manfred Taubert Mitte Oktober fand im Baudezernat ein Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung und Mitgliedern der Interessengemeinschaft Posthumus statt. Vordergründig ging es um die weitere Verfahrensweise zur Realisierung der von der IG Posthumus angedachten Wiedererrichtung des Posthumusdenkmals auf dem Johannisplatz. Im Gespräch wurde Kritik an der Arbeit der Stadtverwaltung ausgesprochen. Es ist unverständlich, dass erst fünf Wochen nach der letzten Bauausschusssitzung nur eine ganz kurze Mitteilung, ohne Details konkret zu benennen, an die IG weitergeleitet wurde. Daraus konnte man lediglich entnehmen, dass über die Wiedererrichtung des Denkmals gesprochen wurde und das man mehrheitlich dafür ist. 

Im Gegensatz zum Kulturausschuss wurde über dieses Thema wieder im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung beraten. Dies ist unverständlich, da diese Frage doch durchaus von öffentlichem Interesse ist. 

In einem Zeitungsartikel der regionalen Presse vom 4. Oktober 2023 teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit, dass ihr bisher keinerlei Unterlagen zum Projekt vorliegen und man deshalb keine Aussagen treffen kann. Auch zu anderen Fragen wie der Verortung usw. könne man deshalb nichts sagen. Geflissentlich wurde seitens der Stadtverwaltung verschwiegen, dass man auf die Anfragen im Juli (genau diese Fragen betreffend), nicht geantwortet hat. Schreiben an Herrn Nils Fröhlich vom Bauausschuss wurden bisher überhaupt nicht beantwortet. Offensichtlich ist der Kontakt zum Bürger, bzw. zur IG nicht gefragt. Im Gespräch wurde vorgeschlagen, dass der Baudezernent einen neuen Ansprechpartner für die IG benennt, da es ihm aus Zeitgründen offensichtlich nicht möglich ist, diese Position einzunehmen. In Absprache mit dem Amtsleiter Stadtgrün wurde der Abteilungsleiter Stadtgrün als neuer Ansprechpartner festgelegt. Das Amt für Stadtgrün ist für die Plastiken, Skulpturen und Denkmale im öffentlichen Raum zuständig. Seitens der Stadtverwaltung wird ein Vertrag vorbereitet, der die Einzelheiten zur Wiederaufstellung des Denkmals regelt. Der Vorstellung des Bauausschusses, dass die IG auch nach der Aufstellung für immer und ewig für die weitere Unterhaltung des Denkmals zuständig bleiben soll, wurde widersprochen. Das dürfte rechtlich sehr schwierig sein und ist einfach realitätsfremd. Mit der Aufstellung des Denkmals soll dieses in das Eigentum der Stadt übergehen. Über eine Nachpflege von zwei Jahren wird man sich sicher einigen. Seitens der anwesenden Herren der Stadtverwaltung wurde für die Ausfertigung des Vertrages eine Frist bis Dezember erbeten. Dann wäre eine Beschlussfassung durch den Stadtrat etwa im Februar wahrscheinlich. Soweit zur Beratung im Baudezernat. Vor ein paar Tagen wurde die Plastik des Kopfes vom Posthumus fertiggestellt und an Herrn Taubert übergeben. Sie ist ein Teil des Modells und wichtig für die Herstellung des 3-D-Druckes als Vorlage der Plastik des Posthumus. Im Theater wird Posthumus weiter eingekleidet. Der Abschluss ist für Ende Oktober vorgesehen. Danach ist es erforderlich, noch einige Teile an die Figur anzubringen. Das betrifft z.B. den Wappenstein und den Degen. Mit dem dann vorliegenden Ergebnis macht sich eine weitere Rücksprache mit der Gießerei in Dresden erforderlich. 

Geplant ist eine Versammlung der IG Posthumus im November. In dieser Versammlung soll auch über weitere aktive Maßnahmen diskutiert werden.

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