Politik

Bürgerdialog am 20. Juli klärt auf:

Intelligente Piloten und ein vielversprechendes Konzept – Geras Weg in eine smarte Zukunft

Erschienen am 19.07.2021

 

Seit Juli 2019 darf sich die Stadt Gera als Modellstadt Smart City bezeichnen. Über 100 Kommunen aus ganz Deutschland hatten sich beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat beworben und Gera hat, neben zwölf weiteren Projekten, den Zuschlag erhalten. Damit verbunden ist eine Förderung von rund acht Millionen Euro bei einer Laufzeit von sieben Jahren. Steigt die Temperatur in der Stadt Gera über die 30 Grad Marke, werden im schattig gelegenen Tierpark die Eintrittspreise automatisch gesenkt. Die potentiellen Besucher erhalten diese Information über die Internetseite der Stadt und über ein an der Fensterfront des Stadtservice H35 angebrachtes Info-Display. Dies ist nur ein Beispiel einer smarten Stadt, welches Gera dank vorhandener Umweltsensoren bereits umgesetzt hat. Viele weitere sollen in den kommenden Jahren folgen. Ziel ist es, digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln.

In der kommenden Woche, am Mittwoch, 20. Juli, ab 18 Uhr findet die nächste digitale Bürgersprechstunde mit Oberbürgermeister Julian Vonarb statt. Die mittlerweile fünfte Ausgabe des Facebook-Formats wird Einblicke in das smarte Gera geben und über den aktuellen Stand des Projekts berichten. Gleichzeitig stellen sich viele Bürgerinnen und Bürgern die Frage, wie Ideenwettbewerbe und Pilotmaßnahmen zusammenhängen und warum genau es Arbeitsgruppen zu Schlüsselthemen gibt. Ein wichtiger Meilenstein für das SMARTCity-Projekt ist mittlerweile geschafft: Am 25. Juni 2021 hat der SMARTCity-Strategiekreis den Strategieentwurf als Arbeitsgrundlage freigegeben. Das 141-Seiten umfassende Papier stellt die analytische Herangehensweise, die Kostenpläne, Zielbilder und konkrete Maßnahmen vor. Dabei wurde im Rahmen des SMARTCity-Projektes versucht, bestmöglich die Idee der Bürgerinnen und Bürger zur Stadtentwicklung aufzugreifen und in die SMARTCity-Strategie einfließen zu lassen.

Das Strategiepapier wird jetzt innerhalb der Verwaltung und in den Projektgremien diskutiert und abgewogen. Die Diskussions- und Bewertungsergebnisse werden im Anschluss zusammengefasst, zur Entscheidung wiederum dem SMARTCity-Strategiekreis vorgelegt und in den Entwurf eingearbeitet. Die finale Entscheidung für die Umsetzung von Maßnahmen obliegt dem Stadtrat. Diesem soll der finale Strategieentwurf für den Hauptausschuss am 4. Oktober 2021 vorgelegt werden. Mit dem Stadtratsbeschluss können bis 2026 in der Umsetzungsphase die verabschiedeten Maßnahmen und Projekte innerhalb der vier Zielbilder „Attraktive Arbeits-/Wohn- & Lebenskonzepte", „Multimediale Mobilität", „Nachhaltigkeit" und „Lebenslanges Lernen & Innovation" realisiert werden.

Langsam aber sicher werden zudem erste Pilotmaßnahmen aus dem Projekt umgesetzt, damit etwas Greifbares für die Stadt und die Geraerinnen und Geraer entsteht. „Es ist geplant, ein digitales Stadtleitsystem zu etablieren oder zum Beispiel Mitdenkende LED-Straßenlaternen, die automatisch das Licht dimmen und heller werden, sobald sich ihnen Fahrzeuge, Fahrräder oder Fußgänger nähern. Das ist spannend und soll in Gera bald Realität sein. Zusätzlich verfügen diese über Strom-, Medien- und WLAN-Anschlüsse und eine Ladestation, zusätzlich dienen sie als Notrufeinrichtung. Damit tragen die Laternen zur öffentlichen Sicherheit bei, schonen die Umwelt und reduzieren gleichzeitig außerdem den Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent. Auch die Müllentsorgung soll in Gera effizienter werden. Dank optischer Sensoren zur Messung des Füllstandes von Glascontainern können Touren optimiert sowie Überfüllung und Leerfahrten vermieden werden. Genau das alles ist SMARTCity! Das Gesamtprojekt ist aktuell noch in der Konzeptphase. Wenn der Stadtrat am Ende den Beschluss dazu fasst, kann es neben den Piloten bald flächendeckend losgehen und Gera bald von A bis Z smart werden", fasst Oberbürgermeister Julian Vonarb zusammen.

Alle Interessierten können sich zum Thema SMARTCity sowie allen anderen Themen, die sie bewegen, Mittwoch ab 18 Uhr über den öffentlichen Facebook-Kanal live zuschalten und ihre persönlichen Fragen sowie konkrete Anliegen mit dem Oberbürgermeister persönlich diskutieren.

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