Sport

Vier Geraer Jungs waren bei der Tour de France live dabei

Gemeinsam mit ihrem FC Carl-Zeiß Jena Banner warten sie auf die Fahrer v.l.: Mike Pawelka, Andrè Reichenauer, Maik Wallach und Timo Orehovec.

Erschienen am 20.07.2021

Vier Jungs aus Gera sind Tour de France begeistert. Seit der Zeit von Team Telekom und Jan Ullrich verfolgen sie dieses internationale Radsportevent und das nun schon seit über 20 Jahren. Vor fünf Jahren haben sie beschlossen, nicht mehr nur vor der Flimmerkiste mit zujubeln, sondern einmal selbst live dabei zu sein. Während sie 2016 und 2018 die Fahrer entlang der Flachetappen bejubelten, wollen sie seit 2019 so richtig hoch hinaus. Und sie haben es geschafft und sich dabei so ins Blickfeld gerückt, dass sie vom ARD-Sportreporter entdeckt worden sind. „Auch aus Gera sind Fans da, sie waren 2019 an gleicher Stelle", heißt es im Mitschnitt der ARD. 

Die vier Geraer Timo Orehovec, Mike Pawelka, André Reichenauer und Maik Wallach hatten sich an der 9. Etappe positioniert, um die Radsportprofis anzufeuern. Doch 2019 blieb ihnen allein die Vorfreude. „Wir waren im besagten Ort Tignes in rund 2.190 Meter Höhe, sind früh morgens hoch gelaufen, haben unsere Gera-Fahne aufgehängt und den ganzen Tag auf das Fahrerfeld gewartet. Wir haben zwar bemerkt, dass am Nachbarberg ein Unwetter aufzieht aber wir haben uns keine Gedanken gemacht. Bis uns Whatsapp-Nachrichten aus Gera erreichten, dass die Fahrer nicht kommen würden und die Tour abgebrochen worden sei. Noch nie in der Tour-de-France-Geschichte ist das passiert", erinnert sich Timo Orehovec. Weil am Nachbarberg Eis, Schnee und Schlammlawinen über die Straßen gerutscht sind und die Organisatoren es nicht geschafft haben, selbige zu beräumen, wurde die Tour-Etappe gestoppt. Vergebens warteten die Jungs 2019 in Tignes. 

Doch 2021 sollte es dann klappen. „Die Sportler an den Pässen zu erleben ist klasse. Sie fahren langsam an dir vorbei und das Fahrerfeld, mit 180 Aktiven, zieht sich langsam an dir vorbei, sodass du ein unheimliches Feeling dabei hast und fast jeden einzelnen Sportler anfeuern kannst. Es ist anders als auf der Couch sitzend", bringt es Timo Orehovec nahe. Um dieses Spektakel nun endlich zu erleben, haben die vier 2019 Revue passieren lassen: Sind früh aufgestanden, haben 1.400 Straßenkilometer zurückgelegt, den Berg erklommen, dabei 2.000 Höhenmeter zurückgelegt und im alpinen Ort Tignes ihre Banner aufgehängt, Stühle aufgeklappt und stundenlang auf die Fahrer gewartet – mit Erfolg.

 

Fanny Zölsmann

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