Wirtschaft

Frischer Fisch aus Birkhausen

Fischerei-Pächter Christian Steinbuch freut sich auf das Weihnachtsgeschäft. Unter den Augen der Kunden werden die Fische frisch aus dem Teich in Birkhausen geholt. Der 39-jährige Christian Steinbuch ist der Pächter der altbekannten Fischerei Birkhausen. Fotos (2): Jens Lohse

Erschienen am 28.11.2022

Von Jens Lohse 

Birkhausen (NG). Eigentlich öffnet das Fischhaus in Birkhausen in der Gemeinde Harth-Pöllnitz freitags erst um 13 Uhr. Doch schon um zwölf sind die ersten Stammkunden vor Ort. Aus Triebes, aus der Stadtrodaer Ecke sind sie gekommen, beziehen teilweise schon über Jahre hier ihren Frischfisch. „Wir wussten um den Andrang. Das Wetter spielt dabei keine Rolle - auch bei Regen und Schnee. Frischer Fisch geht immer", sagt Christian Steinbuch. Der 39-Jährige ist seit Juli der neue Pächter der Fischerei Birkhausen. 80 Hektar Fläche stehen ihm zur Verfügung. 14 Fischteiche bewirtschaftet er wie vor hundert Jahren, ohne Strom und ohne Technik. „Für den Erhalt des Ökosystems ist das enorm wichtig. Hier geht es um die Artenvielfalt. Fischzucht ist aktiver Natur- und Artenschutz. Seeadler, Fischadler, Otter, Biber, Enten, Amphibien, Reptilien und Insekten - alles kommt bei uns vor", erzählt der Fischwirtschaftsmeister und ergänzt: „Wir haben keinen Fisch auf Eis liegen. Hier wird alles unter den Augen des Kunden aus dem Wasser geholt. 

Momentan geht der Karpfen am besten. Von Oktober bis Ostern ist das so. Die wachsen in den Teichen, sind bei mir mindestens drei Jahre alt und wiegen zwei Kilo aufwärts." In seinem Hofladen bietet er auch Saibling, Forelle, Hecht, Zander, Schleie, Stör, Waller, Barsch und Lachsforelle an. „Das sind alles regionale, einheimische Fische. Bei mir gibt es keine Meeresprodukte", erklärt er. Die Produktpalette hat er freilich erweitert. Brotaufstriche, Salate, Frikadellen sind beliebt und werden donnerstags frisch hergestellt, um ab Freitag im Hofladen verkauft zu werden. Auch gebeizte Lachsforelle und geräucherte Filets mit Kräutern gibt es im Angebot. 

Zu den Öffnungszeiten des Hofladens ist parallel auch die Feinkost-Fleischerei und Wildspezialitäten Seifert aus Greiz-Dölau von Fleischereimeisterin Daniela Rödel vor Ort. Nach Rezepten wie zu DDR-Zeiten werden Bestellungen für Weihnachten angenommen. Während der Hofladen sonst freitags 13-16 Uhr und sonnabends 9.30-12 Uhr geöffnet hat, gibt es vor Weihnachten einige Sonderöffnungszeiten. Am 22. und 23. Dezember wird von 10-18 Uhr verkauft. Nachzügler können auch noch am 24. Dezember von 9-12 Uhr ihren Weihnachtsfisch erwerben, der von Christian Steinbuch und seinen Mitarbeitern vor Ort gefischt wurde.

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