Politik

Galerie des Grauens

400 Bilder von Menschen mit schweren Impfschäden. Peter Ganz, der Sammler der Berichte zu Impfschäden, und Corinna Herold, Ärztin und Mitglied der Thüringer AfD-Fraktion. Fotos: privat

Erschienen am 28.10.2022

Gera (NG). 

Am 19. Oktober machte der Initiator der Galerie des Grauens, Peter Ganz aus Stadtbergen bei Augsburg, mit seiner coronakritischen Installation in Gera Station. Es handelte sich um eine angemeldete, genehmigte und von Polizeipräsenz begleitete Veranstaltung. Peter Ganz hat 3.560 Berichte von Impfschäden aus den Medien ausgedruckt, laminiert und auf einer Leine aufgespannt. Täglich werden es mehr und die Leine ist mittlerweile 1.200 Meter lang. Alles Todesopfer oder Menschen mit schweren Nebenwirkungen, die nun für den Rest ihres Lebens auf Medikamente und Hilfe im Alltag angewiesen sind. Eine erschütternde Bilanz. In Gera hatte der mutige Mann 400 Exemplare auf der Leine hängen, die im unteren Bereich der Bachgasse links und rechts gespannt war. Seit den Morgenstunden bis zum Abend wurde er von engagierten Helfern aus Gera assistiert, die mit unterschiedlichen Reaktionen wie Ablehnung, Zustimmung, Ungläubigkeit oder völliger Ignoranz bei den Passanten konfrontiert wurden. Es verlief jedoch alles friedlich bis zu dem Zeitpunkt am späten Nachmittag, als eine Gruppe Vermummter unter Leitung von Peter Lückmann, an seiner Seite ein Mitglied der FDP, anrückte und die Veranstaltung massiv zu stören begann. Ein mitgeführtes Banner mit der Aufschrift „Gegen jeden Antisemitismus" wurde direkt vor der Leine mit den Opferbildern ausgerollt, und laute Rufe „Wir sind Kannibalisten – esst mehr Antisemiten" stand zwar in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit der Ausstellung, war aber dazu angetan, Unruhe zu stiften und Handgemenge zu provozieren. Die Polizei ging sehr zögerlich gegen die Provokateure vor, ein Umstand, der hierzulande leider Alltag ist. Fazit des Ganzen ist: der Großteil der Leute ist von Angst besessen und möchte die Schreckensbilanz nicht zur Kenntnis nehmen, weil nicht wahrhaben. Die Opferzahlen und -fotos stören ihr Weltbild. Stattdessen werden die Toten und Geschädigten durch Krawallmacher, wie oben beschrieben, noch verhöhnt.

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