Wirtschaft

Ihre Industrie ist täglich für Sie da!

Initiative „Rettet unsere Industrie“ geht in die Offensive

Erschienen am 31.03.2023

Wenn Sie einkaufen gehen, dann nehmen Sie Milch, Käse, Wurst, Joghurt und Butter aus Kühlregalen, alles gefertigt von der Industrie. 

 

Wenn Sie abends das Licht einschalten, dann kommt der Strom nicht aus einer Solaranlage, bei schwachem Wind auch nicht von einer Windkraftanlage, sondern in der Regel aus Kohle-, Gas- und nahezu CO2-freien Kernkraftwerken. 

 

Wenn Sie zu Abend essen, wenn Sie sich darauf verlassen können, dass die Landwirte in Deutschland Jahr für Jahr zuverlässig gute Ernten einfahren und gute Lebensmittel zur Verfügung stellen, dann liegt das derzeit auch maßgeblich an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, hergestellt von der chemischen Industrie. Wenn Sie dazu ein Glas Wein trinken, dann wurde das Glas vermutlich von einem mittelständischen Glashersteller produziert, der Wein von Winzern, und beide sind auf eine sichere und preiswerte Energieversorgung angewiesen. 

 

Wenn Sie Ihre Wohnung renovieren, dann streichen Sie mit Farben, Lacken und Pinseln, hergestellt vielfach von mittelständischen Familienunternehmen, die auf Vorprodukte aus der Großindustrie angewiesen sind. 

 

Wenn Sie Möbel einkaufen und zu Hause aufbauen, dann arbeiten Sie mit Hammer, Bohrer und Akkuschrauber, die vielfach von mittelständischen Werkzeugmaschinenherstellern produziert werden. Sie sichern damit auch vielen Nicht-Akademikern ihren Arbeitsplatz. 

 

Wenn Sie Handwerker brauchen, dann greifen diese sehr umfänglich auf industrielle Produkte wie Werkzeuge, Geräte und Maschinen, sowie auf das zu verarbeitende Material (u. a. aus Metall, Holz, Kunststoff) zurück. 

 

Wenn Sie dafür sind, dass Gebäude wärmetechnisch saniert werden, dann sind dafür riesige Mengen an Dämm- und Befestigungsmaterial aus der Industrie, ein hoher Einsatz von Energie und eine entsprechende Entsorgungsbranche vonnöten. 

 

Wenn Sie ein in Deutschland hergestelltes Auto fahren, dann haben Sie mitgeholfen, gut bezahlte Arbeitsplätze in der Großindustrie wie auch in der mittelständisch geprägten Zulieferindustrie zu erhalten, mit deren Steuern und Abgaben der großzügige deutsche Sozialstaat finanziert wird. 

 

Wenn Sie Fahrrad fahren, vielleicht auch gerne mit einem Elektro- bzw. Lastenrad unterwegs sind, dann brauchen Sie Hersteller von schweren Straßenbaumaschinen, Produzenten von Schotter, Bitumen und Asphalt, die energieintensive Stahl- und Aluminiumindustrie, Batteriehersteller, Fahrradproduzenten, und am Ende eine funktionierende Recycling- und Entsorgungsbranche, um die zum Teil giftigen Abfallstoffe möglichst umweltfreundlich „loszuwerden". 

 

Wenn Sie pflegebedürftige Angehörige haben, dann wissen Sie, dass diese auf große Mengen an Hygieneartikel und teilweise auf technische Apparate angewiesen sind, die ohne eine funktionierende Industrie so nicht verfügbar wären. 

 

Wenn Sie wie dargestellt täglich vielfältige Industrieprodukte nutzen, dann greifen Sie indirekt auf den in Deutschland sehr bedeutenden Maschinenbau zurück, der die anderen Industriebranchen erst dazu in die Lage versetzt, die für Sie so wichtigen Alltagsprodukte in großer Stückzahl preiswert herzustellen. 

 

Wenn Sie gerne in den Bioladen gehen, dann sind die Lebensmittel gut geschützt und transportfähig um- hüllt mit Produkten der Verpackungsindustrie. Nach wie vor werden viele Bioprodukte aus guten Gründen teilweise in Glas, Papier und Pappe, teilweise aber auch in Plastik verpackt angeboten. 

Auf dem Weg nach Hause sollte man die Bioprodukte daher in einer Baumwoll-Tragetasche mit dem Aufdruck „Rettet unsere Industrie" transportieren.

 

Wenn Sie über all dies weiter nachdenken, werden Sie feststellen, dass Sie und Ihre Nachfahren ohne unsere Industrie nicht gut leben können – und wollen. Retten Sie mit!

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