Kultur

Premiere des Schauspiels „Der Krüppel von Inishmaan”

Am 4. Februar, um 19.30 Uhr ist das Schauspiel nun erstmals auch im Großen Haus Gera zu sehen.

Erschienen am 20.01.2022

Von der Kritik 1996 als sprachlich brillante Komödie gefeiert, wurde „Der Krüppel von Inishmaan (The Cripple of Inishmaan)" von Martin McDonagh schnell zum Bestseller. Nach seiner Uraufführung am Londoner Royal National Theatre brachten weitere Bühnen das Stück heraus. 2013 spielte beispielsweise der Harry-Potter-Star Daniel Radcliffe den Waisenjungen Billy in einer Inszenierung von Michael Grandage im Londoner Westend. Am 4. Februar, um 19.30 Uhr ist das Schauspiel nun erstmals auch im Großen Haus Gera zu sehen.

Und das ereignet sich: Im äußersten Westen Europas liegen die irischen Aran-Inseln; eine davon ist Inishmaan, ein entvölkerter Flecken Erde. Die wenigen Bewohnerinnen und Bewohner sind in diesem grün-grauen Biotop verwurzelt, sind mehr oder weniger freiwillig Gefangene auf ihrem Felsen im Meer. Sie fristen ein karges Dasein mit wenigen Freuden: dem Verbreiten unerheblicher Neuigkeiten, dem übermäßigen Genuss von Süßigkeiten und (vor allem) Alkohol. Oder eben auch mit dem stundenlangen Starren auf weidende Kühe. Letzteres betreibt Billy bis zum Exzess. Er, von allen nur Krüppel-Billy genannt, lebt bei seinen beiden ältlichen Tanten. Das winzige Eiland ist ihm schon lange zu eng. Seine Eltern kamen um, als er noch klein war. Sie sind im Meer ertrunken.


Typisch für ein irisches Theaterstück ist das absolut schrullige Personal: Von den altjüngferlichen Tanten bis zur Eier auf alles werfenden Helen, der recht spröde und ordinäre „Hingucker" auf der trostlosen Insel, vom Fake (und andere) News verbreitenden Johnnypateenmike bis zu Helens naschsüchtigem Bruder oder der trinkfesten Alten.


In diese Inselgesellschaft platzt die Nachricht, dass auf der Nachbarinsel ein Film gedreht werden soll. Die Jugend ist sofort Feuer und Flamme und überredet den Witwer Babbybobby dazu, sie mit dem Boot überzusetzen. Erstaunlicherweise wird Billy als einziger für Probeaufnahmen mit nach Hollywood genommen.

Für die Inszenierung zeichnet Manuel Kressin. Die Kostüme und die Bühne gestaltet Emilia Schmucker. In dem Schauspielstück tritt Sebastian Schlicht als Billy auf. An seiner Seite spielen Mechthild Scrobanita als Eileen, Marie-Luis Kießling als Kate, Thorsten Dara als Johnnypateenmike, Rebecca Halm als Helen, Markus Lingstädt als Babbybobby, Johannes Emmrich als Bartley, Bruno Beeke als Doktor und Manuel Struffolino als Mammy.

Weitere Vorstellungen im Großen Haus Gera:
Sonnabend, 5. Februar, 19.30 Uhr

Sonnabend, 12. Februar, 19.30 Uhr 

Sonnabend, 19. Februar, 19.30 Uhr

Infos und Karten in den Theaterkassen, telefonisch unter (0365) 8279105 bzw. (03447) 585160 sowie online unter www.theater-altenburg-gera.de.

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