Sport

Olympia-Starter im Hofwiesenbad

Über 100 m Schmetterling erreicht Marina Moser vom SV Gera in der Altersklasse 20 die Bronzemedaille. Im Vereinsvorstand engagiert sie sich als Breitensportwartin. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 02.05.2023

Von Jens Lohse 

Gera (NG). Exakt 200 Schwimmer aus acht Landesverbänden ermittelten kürzlich im Geraer Hofwiesenbad bei den Offenen Drei-Länder-Masters-Meisterschaften ihre Besten. Sogar zwei Olympia-Teilnehmer waren gekommen. Stev Theloke aus Chemnitz, der bei Olympia 2000 in Sydney Bronze über 100 m Rücken und mit der 4x100 m-Lagen-Staffel holte, freute sich, wieder einmal in Gera zu sein. „Drei Jahre lang habe ich kaum Wettkämpfe bestritten. Mit meinen Kumpels bin ich heute hierher gekommen. Wir brauchen weniger als eine Stunde aus Chemnitz. Das Alter geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Aber im Training habe ich zuletzt mein Pensum etwas erhöht und auch mal in die Liste der deutschen Rekorde geschaut", meinte der 45-Jährige, der in Gera schon einige Bestmarken aufgestellt hatte. „Die Halle hier ist sehr schön. Sogar eine Tribüne gibt es. Ich habe viele alte Weggefährten getroffen. Nur die Rückenstarthilfe fehlt mir etwas. Da kann man sich beim Start noch besser abdrücken und so noch etwas schneller sein", so Stev Theloke, der über 50 m Rücken in der AK 45 in 28,47 s trotzdem einen Deutschen Rekord aufstellte. Zu den Stammgästen im Geraer Hofwiesenbad gehört Christel Schulz. Die mittlerweile 83-Jährige hatte 1960 in Rom unter ihrem Mädchennamen Steffin mit der gesamtdeutschen Freistil-Staffel Olympia-Bronze gewonnen. „Fünf Starts habe ich mir auferlegt. Ich muss mir meine Kräfte einteilen. Deshalb schwimme ich auch keine 200 m Lagen mehr. Das ist mir zu anstrengend. Aber 50 m Schmetterling schaffe ich noch. Aber ich werde schon etwas langsamer", verriet die rüstige Rathenowerin. 

Bürgermeister und Schwimmvereinschef Kurt Dannenberg, der sich selbst dreimal gemeinsam mit Dirk Müller, Guido Auschek und Andreas Wirth in den 4x50 m-Staffeln Lagen, Freistil und Brust der AK 200+ in die Siegerliste eintrug, danach aber auch ein Sauerstoffzelt brauchte, wie er selbst sagte, freute sich: „Es läuft gut. Es gab kein Gemecker, auch wenn die Parkplätze wegen des Frühlingsvolksfestes diesmal fehlten. Solche Wettkämpfe sind wichtig für den Verein. Man bleibt sichtbar. Wir sind sehr gut aufgestellt, haben unsere Mitgliederzahl zuletzt vergrößert. Die jungen Leute haben die Veranstaltung als Kampfrichter abgesichert. Alle sind eingebunden." Weitere Titel für den Schwimmverein Gera holten Kevin Pietsch (3), Erwin Joike (3), Dorian Rädisch (3), Martin Seiß (3), Nina Siering (3), Marina Moser (2), Guido Auschek (2), Cornelia Trost und Chiara Dannenberg. Für den VfL 1990 Gera war Martina Bäck erfolgreich. Elf Goldmedaillen heimsten auch die Masters-Schwimmer des 1. SK Greiz von 1924 ein. Gunter Walzel (3), Markus Dürr (3), Sabine Penzel (3) und Rosalie Babst sowie die 4x50 m Freistil der AK 120+ mit Kerstin Zöhke, Laura Oertel, Kerstin Wünsche und Rosalie Babst schafften es nach ganz oben aufs Treppchen.

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