Wirtschaft

Geheimtipp Suppenbar

Das Team der Suppenbar am Puschkinplatz mit Ellen Kloffke, Sabine Wedel, Susen Polex und Klauntina Hibroj (v.l.) wartet auf die Mittagsgäste. Foto: Jens Lohse

Erschienen am 01.11.2023| Jahrgang: NG 22/23

Von Jens Lohse Gera (NG). Seit sieben Jahren betreibt Ellen Kloffke die Suppenbar am Geraer Puschkinplatz. Aus der Gastronomie kommend, hatte sie schon immer den Wunsch, etwas eigenes zu machen. Aber lange Zeit fehlte ein erfolgversprechendes Konzept. Als sie vor einigen Jahren in Gera während ihrer Mittagspause einen Salat essen wollte, fand sie kein geeignetes Angebot. Der damalige Suppentopf auf dem Zschochernplatz war wegen Geschäftsaufgabe geschlossen. Damit war die Geschäftsidee geboren, eine Salatbar ins Leben zu rufen, die im Sommer diverse Salate und im Winter Suppe anbietet. 

Es kam nicht ganz so, „weil die Leute auch im Sommer überraschend viel Suppe essen", so die 53-Jährige. Auch mit dem Objekt am Zschochernplatz klappte es nicht. Doch als die Räumlichkeiten in der De-Smit-Straße 4 frei wurden, in denen zuvor ein Steakhouse, ein griechisches und ein russisches Restaurant ihren Platz hatten, legte Ellen Kloffke los. „2016 habe ich allein angefangen. 14 Tage nach dem ersten Zeitungsartikel konnte ich den Ansturm nicht mehr bewältigen und stellte die erste Mitarbeiterin ein", erinnert sie sich. 

Jede Woche gibt es in der Suppenbar andere Suppen, die allesamt hausgemacht sind. „Wir schälen die Kartoffeln und die Möhren selbst, fertigen die Brühe. Glutamat gibt es bei uns nicht. Wir verwenden frisches Gemüse, greifen - so gut es geht - auf einheimische Produkte zurück. Im Herbst geht viel mit Kraut, Wirsing und Kürbis", verrät Ellen Kloffke, die diese Woche Käse-Lauchcremesuppe mit Hack und Kartoffeln, Tom Kha Gai mit Hühnchen und Reis, eine Kartoffel-Gemüsecremesuppe und eine Tomatencremesuppe mit Tortellini auf der Speisekarte stehen hat. Hinzu kommen die Tagessuppe, das Wochengericht und zwei weitere Gerichte pro Tag, wobei mit Ausnahme des Tafelspitzes mit Meerrettichsoße und Klößen (9,50 Euro) nichts mehr als 7,50 Euro kostet. Die Qualität der Angebote in Ellen Kloffkes Suppenbar sprach sich anscheinend schnell herum. 2020 fragte die Energieversorgung Gera an, ob sie nicht die dortige Kantine übernehmen könne. Sie übernahm und überstand auch die Corona-Pandemie mit ihren weitreichenden Einschränkungen für Gastronomen ohne bleibende Schäden. Inzwischen hat sie fünf Mitarbeiterinnen beschäftigt und ist stolz auf ihr Team. „Alleine könnte ich das gar nicht leisten", sagt Ellen Kloffke, die sich erinnert, dass Kunden am Tresen erstaunt fragten: „Wo haben Sie denn die Suppen her?" 

Die Suppenbar, die über 27 Sitzplätze verfügt, ist von Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. 170 bis 180 Portionen gehen Tag für Tag über die Theke. „In Sachen Kapazität stoßen wir manchmal an unsere Grenzen. Im Sommer haben wir draußen noch den Biergarten. Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Wir haben Durchhaltevermögen bewiesen. Selbst in den Sommerferien gab es in diesem Jahr keinen Umsatzrückgang. Die günstigen Preise locken wahrscheinlich".

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