Sport

Vier EM-Medaillen für Köstritzerin

Einmal Gold und dreimal Silber gab es für die Köstritzerin Iris Opitz bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathletik-Senioren im polnischen Torun. Foto: privat

Erschienen am 16.04.2024

Von Jens Lohse

Bad Köstritz (NG). Iris Opitz eilt weiterhin von Erfolg zu Erfolg. Auch von den Hallen-Europameisterschaften der Senioren-Leichtathleten im polnischen Torun kehrte die Sprinterin vom LAV Elstertal Bad Köstritz medaillendekoriert zurück.
Die 57-Jährige ist seit 2015 mit Ausnahme der Corona-Jahre 2020 und 2021, als die Titelkämpfe ausfielen, nie ohne Edelmetall von internationalen Meisterschaften nach Hause gekommen, gilt damit als wahre Dauerbrennerin in ihrer Disziplin. Diesmal durfte sie sich gleich mit vier Plaketten schmücken. „Vier Wettkämpfe - vier Medaillen. Mehr geht nicht. Mit meinen Starts und meinen Zeiten war ich sehr zufrieden. Da gibt es nichts zu meckern - nicht mal auf hohem Niveau", meinte die Sprinterin, die in Bälde auch den Trainer-C-Schein angehen will. Doch der Reihe nach.
Nach den beiden Goldmedaillen bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund über 60 m (8,54 s) und 200 m (28,20 s) war die Köstritzerin mit ihren Zeiten nicht zufrieden und hing sich in den verbleibenden zwei Wochen bis zur EM noch einmal voll ins Training rein. Sogar mit einem Mentaltrainer arbeitete sie zusammen, um die Probleme am Start zu beheben.
In Torun war sie dann auf den Punkt top fit. Schon im Vorlauf über 60 m der Altersklasse W 55 steigerte sich Iris Opitz auf 8,44 s. Im Finale führte sie dann 40 Metter lang das Feld an. „Es war ein Bilderbuchlauf von mir. Der Start war fast perfekt. Ich war wie im Tunnel, kann mich im Nachhinein an Nichts erinnern. Erst auf den letzten Metern zog die Spanierin Esther Colas noch vorbei", erzählte die Köstritzerin, die sich auf eine Saisonbestleistung von 8,43 s steigerte. Die Spanierin war noch einmal acht Hundertstelsekunden schneller. Bronze ging an die Finnin Elisa Lahdesuo.
Über 200 m waren sogar drei Läufe angesetzt. Nach einem taktisch geprägten Vorlauf (29,05 s), behauptete sich Iris Opitz in ihrem Halbfinale ungefährdert in 28,80 s. Die Finnin war nicht an den Start gegangen. Alle Konzentration lag auf dem Endlauf. Auf Bahn fünf hatte die Köstritzerin nur Esther Colas vor sich, musste von hinten aber mit der starken Schwedin Maria Jonasson rechnen. Die Spanierin vorn war nicht zu halten und gewann in 27.15 s. Dahinter entbrannte ein Duell um Silber, dass Iris Opitz in Saisonbestzeit und Deutschem Altersklassenrekord von 27,69 s knapp vor der Schwedin (27,71 s) für sich entschied.
Zum Ende der Titelkämpfe standen die Staffeln an. Über 4x200 m durfte sich das DLV-Quartett mit Staffelkapitänin Iris Opitz, Doris Pfennig (Köln), Marion Stedefeld (Creaton Großengottern) und Barbara Gähling (Köln) mit der Silbermedaille schmücken. In 1:57,39 min musste das deutsche Team nur den um gut eine Sekunde schnelleren Spanierinnen den Vortritt lassen. Rang drei ging an Irland. Anschließend wurde noch eine 4x200 m-Mixed-Staffel gelaufen, in der Iris Opitz mit Barbara Gähling, Roland Gröger (Berlin) und Bernd Lachmann (Friedberg-Fauerbach) am Start war und in 1:45,88 min in Weltrekordzeit vor Spanien den Titel holte. „Das war der krönende Abschluss", meinte die Köstritzerin, die damit eine Gold- und drei Silbermedaillen mit in die Bierstadt nehmen konnte.
Nach einer Woche Ostsee-Auszeit steckt Iris Opitz nun schon wieder in der Vorbereitung auf die Senioren-WM im schwedischen Göteborg Mitte August. Auf dem Weg dorthin steigt in Bälde die Bahneröffnung in Neukieritzsch, ehe Ende Mai in Shkodra in Albanien ein internationaler Masters-Wettkampf ansteht.
Eine Zwischenbilanz sollen dann Mitte Juni die deutschen Senioren-Meisterschaften in Erding in Bayern geben.

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